Die inverse Normalverteilung (auch inverse Gauß-Verteilung oder Wald-Verteilung genannt) ist eine kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsverteilung. Sie wird in verallgemeinerten linearen Modellen verwendet. Bei der Untersuchung der Brownschen Molekularbewegung mit Drift und Streuungskoeffizient ist die zufällige Zeit des ersten Erreichens des Niveaus invers normalverteilt mit den Parametern . Die inverse Normalverteilung gehört zur Exponentialfamilie.

Eine stetige Zufallsvariable genügt der inversen Normalverteilung mit den Parametern (Ereignisrate) und (Erwartungswert), wenn sie die Wahrscheinlichkeitsdichte
besitzt.
Die Verteilungsfunktion ist gegeben als
Die inverse Normalverteilung besitzt den Erwartungswert
Die Varianz ergibt sich analog zu
Daraus erhält man für die Standardabweichung
Aus Erwartungswert und Varianz erhält man unmittelbar den Variationskoeffizienten
Die Schiefe ergibt sich zu
Die Wölbung ergibt sich zu
Die Exzess-Kurtosis ist
Die charakteristische Funktion hat die Form
Die momenterzeugende Funktion der inversen Normalverteilung ist
Sind Zufallsvariable mit inverser Normalverteilung mit den Parametern und , dann ist die Größe wieder eine Zufallsvariable mit einer inversen Normalverteilung, aber mit den Parametern und .
Die Laplacetransformation der inversen Normalverteilung ist
In der Versicherungsmathematik kann zur Berechnung der Ruinwahrscheinlichkeit die zeitliche Verteilung der Schäden mithilfe des Satzes von Donsker durch eine Brownsche Bewegung approximiert werden. Die dadurch approximierten Ruinwahrscheinlichkeiten basieren auf speziellen Parametrisierungen der inversen Normalverteilung.