Eine invertierbare Garbe ist im mathematischen Teilgebiet der Garbentheorie eine Modulgarbe über einem geringten Raum, welche bezüglich des Tensorproduktes von Modulgarben eine inverse Modulgarbe besitzt. Unter der Verallgemeinerung von Vektorbündeln durch kohärente Garben entsprechen die invertierbaren Garben genau den Geradenbündeln, für welche komplett analog bezüglich des Tensorproduktes von Vektorbündeln ein inverses Geradenbündel existiert.
Definition
Sei ein geringter Raum und eine -Modulgarbe. wird invertierbar genannt, wenn die folgenden äquivalenten Bedingungen erfüllt sind:
Es gibt eine kohärente -Modulgarbe mit
Die kanonische Abbildung mit der dualen Garbe ist ein Isomorphismus.
Invertierbare Garben über einem Schema bilden eine Gruppe, die als Picardgruppe bezeichnet wird. Für ein Schema ist diese gegeben durch die erste Garbenkohomologie: