Isaak Elchanan

Isaak Elchanan (gest. 1585) ist einer der Vorfahren der Rothschildfamilie und durch seine Bautätigkeit Namensgeber der Familie Rothschild.

Er erbaute um 1567 in der Judengasse in Frankfurt am Main das Haus zum Roten Schild in der Judengasse 69. Sein Enkel und dessen Nachfahren nahmen diesen Namen als Familiennamen an und behielten ihn auch als sie 1664 in das Hinterhaus zur Pfanne (Judengasse 188) zogen. Die Häuser in der Frankfurter Judengasse trugen sehr häufig bunte, bildhafte Namen. Viele der im Frankfurter jüdischen Ghetto lebenden Familien leiteten ihren Nachnamen vom Namen des Hauses ab.

Über Isaak Elchanan ist nur sehr wenig bekannt. Überliefert sind vor allem ein Steuerregister, nach dem sich sein Vermögen im Jahre 1558 auf 2700 Gulden belief, sowie nach einigen Quellen ein rekonstruierter Stammbaum seiner Nachkommen, wie im Folgenden dargestellt:


Stammbaum der Nachfahren Isaak Elchanans (Auszüge)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Elon, S. 44–45.
  2. 1 2 3 Alexander Dietz: The Jewish Community of Frankfurt: A Genealogical Study 1349-1849 (Vanderher Publications, 1988), S. 43, 126 u. 288 (Eingeschränkte Vorschau) ISBN 9780951415801
  3. 1 2 3 4 Webseite nach Original Jewish Encyclopedia (1912), Band 10 (Abgerufen am 26. Dezember 2021)
  4. ↑ Ihr widmete Georg Gerson um 1819 sein Lied No. 184. Zudem wurde sie von Rahel Varnhagen von Ense an Eduard Gans vom 10. August 1825 als in London ansässige Freundin bezeichnet; siehe Christian Mondrup: Georg Gerson 1790–1825, Verzeichniß über Zwei Hundert meiner Compositionen. S. 15 icking-music-archive.org (PDF; 4,8 MB) abgerufen am 2. November 2023
  5. ↑ Georg Gaugusch: Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800–1938. Band 2: L–R. Amalthea, Wien 2016, ISBN 978-3-85002-773-1, S. 1730.
  6. ↑ Ritterstand, 1862 (AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 297.20 Goldschmidt, Moritz, Prokuraführer bei Rothschild, Eiserner Kronenorden III. Klasse, Ritterstand, 1862.07.27 …). Eintrag auf www.archivinformationssystem.at (Abgerufen am 3. November 2023)
  7. ↑ Handels- und Gewerbe-Adressbuch des österreichischen Kaiserstaates 1867, S. 74
  8. ↑ Shlomo Ettlinger: Ele Toldot (These are the Generations): Burial records of the Jewish community of Frankfurt am Main 1241-1824 (Typoskript, Palästina 1946), online, Teil: j. 1650-1659, S. 33/242. (Abgerufen am 18. Dezember 2021)
  9. ↑ Jewish Encyclopedia, Band 10. (Abgerufen am 28. Dezember 2021)
  10. ↑ Online-Eintrag bei Steinheim-Institut. (Abgerufen am 18. Dezember 2021)
  11. ↑ Online-Eintrag bei Steinheim-Institut. (Abgerufen am 18. Dezember 2021)
  12. ↑ Online-Eintrag bei Steinheim-Institut. (Abgerufen am 18. Dezember 2021)
  13. ↑ Online-Eintrag bei Steinheim-Institut. (Abgerufen am 18. Dezember 2021)
  14. ↑ Jürgen Ellermeyer (1993): Hanseatische Liberalität und Wohnrecht der Hamburger Juden um 1800. Appellant Levin Salomon Fürst vor dem Reichskammergericht. In: Recht und Alltag im Hanseraum. Gerhard Theuerkauf zum 60. Geburtstag (Festschrift für Gerhard Theuerkauf), Hrsg. Silke Urbanski et al. (Deutsches Salzmuseum, Lüneburg 1993), S. 88. ISBN 3-925476-03-2
  15. ↑ Jewish Encyclopedia (Funk and Wagnalls, 1912), Band 10, Seite 491 (Eingeschränkte Vorschau. Abgerufen am 28. Dezember 2021)