Isabella Discalzi

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Begründung: Relevanz fraglich. War Ehefrau und Mitarbeiterin eines Bildhauers. Keine Werke von ihr bekannt "Von ihr... ist nichts erhalten geblieben,..." --AxelHH-- (Diskussion) 13:07, 4. Nov. 2026 (CET)

Isabella Discalzi Mazzoni († in Frankreich vor 1516), auch Pellegrina, war eine italienische Bildhauerin, Mitarbeiterin und zweite Ehefrau des Bildhauers Guido Mazzoni. Ihr werden keine erhaltenen Werke zugeschrieben, aber ihre Arbeit von Biografien und späteren Quellen als ähnlich hochwertig eingeschätzt.

Leben

Nach Tradition ist Isabella Discalzi die zweite Ehefrau und Mitarbeiterin des Bildhauers Guido Mazzoni (1450–1518). Möglicherweise war sie Französin, die Schwester von Pellegrina Discalzi, vielleicht Mazzonis Tochter oder sie wurde mit seiner ersten Ehefrau Pellegrina verwechselt.

Thieme-Becker korrigiert nach Venturi zu Pellegrina und führt die Verwechslung auf Vedriani zurück, von dem Handbücher sie übernahmen. Sie starb vor 1516 in Frankreich.

Karriere

Unter der Anleitung ihres Mannes erlernte sie die Kunst der Bildhauerei. Sie war bekannt für ihre Terrakottafiguren und so geschickt, dass diese laut dem Biografen Lodovico Vedriani unter ihren Fingern oft zum Leben zu erwachen schienen.

Wahrscheinlich arbeitete sie auch in der Bottega ihres Mannes, als Teil der Werkstatt in ihrem Haus. Sie soll mit Mazzoni nach Neapel und Frankreich gereist sein, für Kunstaufträge von Karl VIII. Bei späteren Autoren sind sie und ihre Tochter fähige oder vollendete Bildhauerinnen.

Familie

Laut Lodovico Vedriani konnten Isabella und Guido keine Kinder zeugen. Er hatte eine Tochter aus erster Ehe, der sie das Bildhauen beibrachten. Diese namenlose Tochter veranlasste Vedriani zu der Behauptung, dass die Bildhauerkunst die Malerei übertrumpft habe. Sie starb jung. Der spätere Maler Giulio Mazzoni war vermutlich ein Verwandter.

Vermächtnis

Vedriani behauptete, Mazzoni solle als eine der großen Bildhauerinnen ihrer Zeit „geehrt, gefeiert und für die Ewigkeit geweiht“ werden. Von ihr und ihrer Stieftochter ist nichts erhalten geblieben, nicht einmal „sichere Erinnerungen an jene (Werke), die aus ihren sanften Händen hervorgingen“.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Jacobs, Fredrika.: Defining the Renaissance Virtuosa. Hrsg.: Cambridge University Press. Cambridge 1997.
  2. ↑ Anne Rivière: Dictionnaire des sculptrices en France. Mare & Martin, Paris 2018, ISBN 979-1-09205457-6.
  3. 1 2 Adolfo Venturi: La Scultura del Quattrocento. In: Ulrico Hoepli (Hrsg.): Storia dell'Arte Italiana. Nr. 4. Real Casa, Mailand 1908, S. 782: „(Mazzoni) Arrivó in Modena nel giugno del 1516. In Francia aveva perduto la moglie, Pellegrina Discalzi, e la figlia, valenti scultrici ambedue, a quanto attesta Pomponio Gaurico.“
  4. 1 2 3 4 5 Vedriani, Lodovico: Raccolta de'pittori, scultori, et architetti Modenesi piu celebri. Modena 1662.
  5. 1 2 3 Ticozzi, Stefano: Dizionario degli architetti, scultori, pittori. Milan 1830.