| Ischler Tunnel | ||
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Ischler Tunnel Ostportal 2025 | ||
| Verkehrsverbindung | Salzkammergutbahn und Salzkammergut-Lokalbahn (Strecke 912 01; 1894–1957) | |
| Ort | Bad Ischl | |
| Länge | 69,3 m | |
| Anzahl der Röhren | 1 | |
| Gleise | 1 (1894–1957: 2) | |
| Höhe | 466 m | |
| Bau | ||
| Bauherr | K.k. privilegierte Kronprinz Rudolf-Bahn | |
| Baubeginn | 1875 | |
| Betrieb | ||
| Betreiber | ÖBB-Infrastruktur AG | |
| Freigabe | 23. Oktober 1877 | |
| Lagekarte | ||
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| Koordinaten | ||
| Ostportal | 47° 42′ 30″ N, 13° 37′ 28″ O | |
| Westportal | 47° 42′ 29″ N, 13° 37′ 24″ O | |
Der Ischler Tunnel ist ein 69,3 m langer Eisenbahntunnel in Bad Ischl in Oberösterreich auf der Salzkammergutbahn. Zwischen 1894 und 1957 wurde er auch von der Salzkammergut-Lokalbahn genutzt, wobei ein asymmetrisches Vierschienengleis zum Einsatz kam.
Der Tunnel liegt bei Streckenkilometer 0,5 der ehemaligen Salzkammergut-Lokalbahn zwischen dem Bahnhof Bad Ischl (Streckenkilometer 0) und dem Frachtenbahnhof Bad Ischl (Streckenkilometer 1,3). Auf der Strecke der Salzkammergutbahn befindet er sich bei Kilometer 62,876.
Ab dem 3. Juli 1894 wurden die Züge der Salzkammergut-Lokalbahn (SKGLB) bis in den Hauptbahnhof von Bad Ischl geführt und endeten nicht mehr im dortigen Lokalbahnhof. Für die Ausfahrt in südlicher Richtung nutzten die Schmalspurstrecke der SKGLB und die Normalspur der Salzkammergutbahn zunächst ein gemeinsames, in Österreich einzigartiges asymmetrisches Vierschienengleis. Dabei lag eine Schiene der Schmalspurbahn innerhalb der Normalspurgleise, während die zweite außerhalb angeordnet war. Auf diese Weise überquerten beide Bahnen gemeinsam die Traun über die sogenannte Lokalbahnbrücke und passierten anschließend den Ischler Tunnel der Salzkammergutbahn.
Im Frachtenbahnhof von Bad Ischl, der über ein Heizhaus sowie Einrichtungen für den Güterumschlag zwischen der SKGLB und der Salzkammergutbahn verfügte, verließ die Salzkammergut-Lokalbahn schließlich den gemeinsamen Streckenabschnitt. Von dort führte sie auf eigenem Gleiskörper westwärts in Richtung Salzburg.
Um die Anbindung der Salzkammergut-Lokalbahn an die Salzkammergutbahn zu ermöglichen und den Bau einer zusätzlichen eigenen Trasse für die Schmalspurbahn zu vermeiden, wurde ein gemeinsamer Streckenabschnitt auf der bestehenden Normalspurstrecke der Salzkammergutbahn eingerichtet. Dadurch konnte die vorhandene Infrastruktur von beiden Bahnen gemeinsam genutzt werden.
Im Bereich des Frachtenbahnhofs von Bad Ischl teilten sich beide Bahnunternehmen auf einer Länge von 1,3 Streckenkilometern denselben Gleiskörper bis zum Hauptbahnhof Bad Ischl. Die Umsetzung erfolgte durch die Anlage eines asymmetrischen Vierschienengleises, bei dem eine Schiene der Schmalspur innerhalb und eine weitere außerhalb der Normalspurgleise angeordnet war.
Ein wesentlicher Vorteil dieser konstruktiven Lösung bestand darin, dass sie ohne bewegliche Weichenelemente auskam und somit nahezu wartungsfrei betrieben werden konnte. Aufgrund des im Vergleich zur Normalspur deutlich kleineren Lichtraumprofils der Schmalspurbahn sowie der engen Lage der Schmalspurschienen an den Normalspurgleisen waren keine baulichen Anpassungen der bestehenden Trasse erforderlich. Dies betraf auch Ingenieurbauwerke wie den Ischler Tunnel und die Lokalbahnbrücke, in denen das Vierschienengleis ebenfalls eingebaut war.