| Isle of the Dead | |
| Entwickler | Rainmaker Software |
|---|---|
| Publisher | Merit Software |
| Leitende Entwickler | A. Sean Glaspell |
| Veröffentlichung | 1993 |
| Plattform | MS-DOS |
| Genre | Ego-Shooter |
| Spielmodus | Einzelspieler |
| Steuerung | Tastatur und Maus |
| Medium | 3½″-Diskette, CD-ROM |
| Sprache | Englisch |
Isle of the Dead ist ein Computerspiel aus dem Jahr 1993. Der Ego-Shooter mit Point-and-Click-Elementen wurde von Rainmaker Software entwickelt und von Merit Software für DOS veröffentlicht. Das Spiel wurde von zeitgenössischen Rezensionen wie auch retrospektiv überwiegend negativ aufgenommen.
Der Protagonist namens Jake Dunbar stürzt zu Beginn mit einem Flugzeug auf der Privatinsel eines verrückten Wissenschaftlers ab. Dort begegnen ihm Fledermäuse, Untote und Frauenleichen. Anfangs ist man nur mit einem Bambusrohr bewaffnet. Das Spiel ist ein Ego-Shooter im Stil von Wolfenstein 3D. Gegenstände werden beim Darüberlaufen nicht automatisch aufgehoben, sondern müssen mit der Leertaste aufgenommen werden. Vereinzelt kommt man in Szenarien, die nicht 3D sind. Dort kann man sich drehen und per Mausklick Objekte aufheben. Neben diesem Adventure-Anteil sind Todessequenzen in einem Comic-Stil gehalten.
Das Spiel wurde für IBM-kompatible PCs entwickelt. Für das Game-Design war A. Sean Glaspell zuständig, die Programmierung übernahmen Bruce J. Mack und Bryan Kelsch und für die künstlerische Gestaltung war Myk Friedman verantwortlich. Laut Programmierer Bryan Kelsch wollte man ursprünglich nur ein Hack-and-Slash-Spiel programmieren. Da er es aber nicht leiden konnte, wenn ihm ein Spiel keinen Grund gebe, etwas zu tun, fügten die Entwickler im Verlauf der Entwicklung immer mehr Handlungselemente und Skriptsequenzen ein. Veröffentlicht wurde das Spiel von Merit Software. Es erschien 1993 und wurde auch auf CD-ROM veröffentlicht.
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Der Tester des deutschsprachigen PC-Spielemagazins PC Joker bezeichnete Isle of the Dead als dilettantischen Klon von Doom, das er wiederum als „Dumm“ herabwürdigte. Kritisiert wurde, dass bei den Anpassungen für den deutschen Markt nicht nur Zombie-Blut, sondern auch Flammen teilweise grün eingefärbt wurden. Auch das englischsprachige Dragon-Magazin zeigte sich wenig angetan von dem Titel. Das Spiel sei weniger kompetent umgesetzt als vergleichbare Spiele wie Wolfenstein 3D, Blake Stone oder Ken’s Labyrinth. Vom Kauf wurde abgeraten. Ein deutlich positiveres Fazit zog der Tester der englischsprachigen Zeitschrift Electronic Games. Er vergab eine Wertung von 84 % und resümierte, dass das Spiel für Fans von schneller, wenn auch repetitiver Action keineswegs langweilig sei.
“For players who enjoy fast paced, albeit somewhat repetitive, action and some cerebral work thrown in for good measure, Isle of the Dead is anything but a dead play.”
„Für Spieler, die rasante, wenn auch etwas repetitive, Action und etwas Denkarbeit schätzen, ist Isle of the Dead alles andere als ein totes Spiel.“
Computer Gaming World zählte das Spiel 1996 in einer Sonderausgabe als eines der fünfzig schlechtesten Spiele aller Zeiten auf Platz 32 auf. Es handle sich um eine Mischung aus Adventure und Actionspiel mit grober Grafik, schwachem Sound und einer schwachen 3D-Engine.
In eine Kolumne von Rock Paper Shotgun wurde das Spiel 2016 retrospektiv als eines der schlechtesten Spiele, die der Autor je gespielt habe, bezeichnet. Die Point-and-Click-Abschnitte seien so spärlich gesät und böten so wenige Interaktionsmöglichkeiten, dass sie kaum ins Gewicht fielen. Laut Hardcore Gamer 101 sahen die Ego-Shooter-Segmente, deren Renderingtechnik eher Wolfenstein 3D ähnle, schon zu Erscheinen sehr veraltet im Vergleich zu Doom aus. PC Gamer nannte Isle of the Dead 2017 in einer Auflistung der skurrilsten Shooter der 1990er Jahre und beschrieb den Shooter-Anteil als grauenhaft, aber die Idee, auch noch ein Adventure sein zu wollen, als noch schlimmer. GameStar listete das Spiel 2024 in einer Top 5 der schlimmsten Doom-Klone auf dem ersten Platz.