Ispringen

Wappen Deutschlandkarte
Ispringen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ispringen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 55′ N, 8° 40′ OKoordinaten: 48° 55′ N, 8° 40′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 8,22 km²
Einwohner: 5891 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 717 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75228
Vorwahl: 07231
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 030
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gartenstraße 12
75228 Ispringen
Website: www.ispringen.de
Bürgermeister: Thomas Zeilmeier
Lage der Gemeinde Ispringen im Enzkreis
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Karte

Ispringen ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa drei Kilometer von Pforzheim entfernt.

Gemeindegliederung

Ispringen

Zur Gemeinde Ispringen gehören das Dorf Ispringen und der Ort „Katharinentalerhof, Gesindehaus“.

Geschichte

Frühe Geschichte

Ispringen wurde im Jahre 1272 erstmals als Urspringen urkundlich erwähnt. Der frühere Name weist darauf hin, dass die Siedlung wahrscheinlich im Quellgebiet des Kämpfelbachs erfolgte. Die Herrschaft über das Dorf lag seit 1365 beim Dominikanerinnenkloster von Pforzheim. Nachdem dieses mit der Reformation aufgelöst worden war, gehörte das Dorf den Markgrafen von Baden. Der Besitz an Ispringen war im Wesentlichen in sieben Lehensgüter mit zusammen rund 400 Morgen Ackerflächen, Wiesen und Weinbergen aufgeteilt. Der größte dieser Höfe, der Oberhof, ist bereits im Jahr 1355 als Besitz des Frauenklosters nachgewiesen. In den Nachkriegsjahren fokussierte sich die Gemeinde auf die Errichtung sowie Erschließung neuer Wohnquartiere. Im zeitlichen Rahmen der zurückliegenden Jahre galt es zudem, den Ortskern zu sanieren; der Gebäudebestand wurde saniert, Straßenzüge weitgehend neugestaltet.

Religionen

Um 1370 übernahm die Pfarrkirche in Ispringen die Nachfolge der Kirche im untergegangenen ehemaligen Ort Neidlingen. Die Reformation wurde Mitte des 16. Jahrhunderts durch die Markgrafen von Baden eingeführt. Im 19. Jahrhundert machte der örtliche Pfarrer Georg Friedrich Haag den Ort zum Mittelpunkt einer Erweckungsbewegung, die gegen den Willen der Evangelischen Landeskirche in Baden am reinen lutherischen Glauben festhalten wollte. Die Siloah-Gemeinde spaltete sich daraufhin 1855 von der Landeskirche ab und beteiligte sich an der Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden. Die Gemeinde Ispringen hat ca. 6000 Einwohner und Einwohnerinnen, zur evangelischen Kirchengemeinde gehören etwa 2200 (37 %) Einwohner in Ispringen.

19. und 20. Jahrhundert

Seit 1806 war Ispringen Bestandteil des Großherzogtums Baden und gehörte seit 1819 zum Oberamt Pforzheim, seit 1864 zum Bezirksamt Pforzheim und seit dem 25. Juni 1939 zum Landkreis Pforzheim. 1945 wurde Ispringen Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. 1973 erfolgte die Kreisreform in Baden-Württemberg, bei der Ispringen zum neu entstandenen Enzkreis kam.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

JahrEinwohner
3. Dezember 1871 ¹1119
1. Dezember 1900 ¹1633
17. Mai 1939 ¹2332
13. September 1950 ¹2843
6. Juni 1961 ¹4111
27. Mai 1970 ¹6413
31. Dezember 19805940
JahrEinwohner
31. Dezember 19906175
31. Dezember 19956191
31. Dezember 20006066
31. Dezember 20056027
31. Dezember 20105979
31. Dezember 20156072
31. Dezember 20205996

Politik

Rathaus

Bürgermeister

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 setzte sich Volker Winkel (parteilos) mit 76,70 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent gegen seinen Mitbewerber und Gemeinderat Stefan Jung (CDU) durch. Der bisherige Amtsinhaber Heinrich Kemmet schied krankheitsbedingt aus dem Dienst aus. Im Februar 2017 unterlag Winkel nach nur einer Amtsperiode dem ebenfalls parteilosen Thomas Zeilmeier. Dieser wurde am 27. April 2017 auf sein neues Amt verpflichtet. Zeilmeier wurde am 9. Februar 2025 mit 95,2 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Ispringen besteht aus den 18 gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2024
Sitze
2024
%
2019
Sitze
2019
Kommunalwahl 2024
 %
40
30
20
10
0
31,26 %
25,69 %
22,72 %
20,33 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+2,91 %p
−5,37 %p
+4,93 %p
−2,46 %p
FW Freie Wähler Ispringen 31,26 5 28,35 5
LMU Liste Mensch Umwelt 25,69 5 31,06 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,72 4 17,79 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,33 4 22,79 4
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 61,96 % 56,8 %

Wappen

Das Wappen zeigt auf rotem Grund eine goldene Schafschere.

Verkehr

Ispringen verfügt über einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker. Dort hält die Stadtbahnlinie S5 tagsüber mindestens halbstündlich. Ein zweiter Haltepunkt an der Kämpfelbachquelle (Ispringen West) ist in Planung. Die Bundesautobahn 8 ist über die Anschlussstellen Pforzheim-West oder Pforzheim-Nord in jeweils rund fünf Kilometer Entfernung zu erreichen.

Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg ist Ispringen über Kämpfelbach (Ersingen und Bilfingen), Königsbach, Remchingen und Pfinztal mit Karlsruhe und in der anderen Richtung mit Pforzheim verbunden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Naturdenkmäler

Kämpfelbachquelle an der L570
Russeneiche am Ochsenweg Ispringen

Regelmäßige Veranstaltungen

Bildung

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zu Ispringen

Partnergemeinde

Die Partnergemeinde ist die Stadt Castelnuovo Cilento (Kampanien) Italien. Der Partnerschaftsvertrag besteht seit 2014.

Literatur

Commons: Ispringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 539–540
  3. ↑ Ortsgeschichte (Memento des Originals vom 25. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Internetauftritt der Gemeinde Ispringen, zuletzt aufgerufen am 16. Juli 2014
  4. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Statistisches Landesamt: Einwohnerentwicklung seit 1871 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  6. ↑ Staatsanzeiger Nr. 13 vom 9. April 2009, S. 10.
  7. ↑ Maik Disselhoff: Zeilmeier neuer Bürgermeister in Ispringen. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Mühlacker Tagblatt, 6. Februar 2017, abgerufen am 9. Mai 2017.
  8. ↑ Alexander Heilemann: Hohe Erwartungen an den Neuen Bürgermeister von Ispringen. Pforzheimer Zeitung, 6. Februar 2017, abgerufen am 9. Mai 2017.
  9. ↑ Starker Vertrauensbeweis, höhere Wahlbeteiligung als erwartet: Thomas Zeilmeier als Ispringer Bürgermeister wiedergewählt. In: pz-news.de. 9. Februar 2025, abgerufen am 10. Februar 2025.
  10. ↑ Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  11. ↑ Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de