Issendolus

Issendolus
Aissendolús
Issendolus (Frankreich)
Issendolus (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Lot (46)
Arrondissement Figeac
Kanton Gramat
Gemeindeverband Grand-Figeac
Koordinaten 44° 45′ N, 1° 47′ OKoordinaten: 44° 45′ N, 1° 47′ O
Höhe 300–373 m
Fläche 18,91 km²
Einwohner 529 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Postleitzahl 46500
INSEE-Code

Issendolus – Ortsbild

Issendolus (occitanisch: Aissendolús) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 529 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Lot in der Region Okzitanien. Issendolus gehört zum Regionalen Naturpark Causses du Quercy.

Lage

Issendolus liegt in einer Höhe von ca. 350 Metern ü. d. M. am südwestlichen Rand des Zentralmassivs etwa auf der Grenze zwischen der fruchtbaren Region der Limargue und den sich davon stark unterscheidenden Kalkböden der Ségala. Der Ort befindet sich an einer Nebenstrecke des Jakobswegs (Via Podiensis) etwa auf halbem Weg zwischen Rocamadour bzw. Gramat und Figeac; die Stadt Cahors liegt etwa 63 Kilometer südwestlich.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920062018
Einwohner346342334397365454520519

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort zeitweise mehr als 1000 Einwohner. Infolge der Reblauskrise im Weinbau und der Mechanisierung der Landwirtschaft ging die Einwohnerzahl seitdem bis auf die Tiefststände in den 1960er und 1970er Jahren zurück.

Wirtschaft

Feldsteinhütte (caselle)

Im Haut-Quercy wurde die Landwirtschaft, zu der bis ins 19. Jahrhundert hinein auch der Weinbau gehörte, jahrhundertelang in erster Linie zur Selbstversorgung betrieben. Nach der Reblauskrise in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Weinbau in der Region nahezu gänzlich aufgegeben. Heute spielt – neben Landwirtschaft, Kleinhandel und Handwerk – der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine große Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Geschichte

Die frühe Geschichte des Ortes ist eng verbunden mit einem im 13. Jahrhundert gegründeten Pilger-Hospiz, welches jedoch im Verlauf des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) und in den Hugenottenkriegen (1562–1598) wiederholt beschädigt oder zerstört wurde.

Nach der Invasion der Alliierten im Juni des Jahres 1944 zerstörte die SS-Division 'Das Reich' Scheunen und Gebäude im Weiler Gabaudet und verübte ein Massaker an der Bevölkerung.

Sehenswürdigkeiten

Gabaudet Dolmen
Commons: Issendolus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Dolmens du Gabaudet, Issendolus in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. ↑ Dolmen Pierre Levée, Issendolus in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. ↑ Ancien hôpital des Religieuses de Beaulieu, Issendolus in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)