| Ittenheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Bas-Rhin (67) | |
| Arrondissement | Saverne | |
| Kanton | Bouxwiller | |
| Gemeindeverband | Kochersberg | |
| Koordinaten | 48° 36′ N, 7° 36′ O | |
| Höhe | 152–212 m | |
| Fläche | 6,71 km² | |
| Einwohner | 2.108 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 314 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67117 | |
| INSEE-Code | 67226 | |
Mairie Ittenheim | ||
Ittenheim ist eine französische Gemeinde mit 2.108 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Bouxwiller. Am 1. Januar 2015 wechselte die Gemeinde vom Arrondissement Strasbourg-Campagne zum Arrondissement Saverne.
Die Gemeinde Ittenheim liegt nur zehn Kilometer westlich der Straßburger Innenstadt, die über die Schnellstraße D 1004 erreicht wird. An der nördlichen Grenze verläuft der Musaubach zur Souffel.
Nachbargemeinden von Ittenheim sind Hurtigheim im Norden, Oberschaeffolsheim im Osten, Achenheim im Südosten, Breuschwickersheim im Süden, Osthoffen im Südwesten, Handschuheim im Westen sowie Furdenheim im Nordwesten.
Aus dem 7. Jahrhundert (der Merowingerzeit) ist ein alamannisches „Fürstengrab“ bekannt. Joachim Werner, welcher das Grab publizierte, bezeichnete es als „eines der bedeutendsten Fürstengräber der Merowingerzeit auf deutschem Boden“. Das Grab wurde 1930 entdeckt und nicht fachgerecht geborgen. Die gefundenen Gegenstände bestehen aus „Silber, Bronze und Eisen“. Nach der Bergung konnte der Fund vom Archäologischen Museum Straßburg erworben werden. Zunächst war das Grab als „spätrömisches Heeresgut“ bezeichnet und mit der Schlacht des Jahres 357 in Verbindung gebracht worden, in welcher die Römer unter ihrem späteren Kaiser Julian gegen die Alamannen kämpften. Unter den Beigaben fand sich ein koptisches Bronzeservice, welches deutliche Parallelen zu einem ebenfalls als koptisch angesprochenen Service im Gräberfeld von Pfahlheim (Grab 4/1891) aufweist. Neben dem koptischen Service ist auch das Pferdegeschirr von besonderer Qualität. In vielerlei Hinsicht finden sich hierzu zu anderen regionalen Funden zwar Parallelen, der Brustschmuck des Pferdes hingegen ist wie das Service ein Importgut. Die mittlere Phalera des Brustschmucks zeigt einen Soldaten, welcher sowohl eine Feldherrenbinde als auch ein christliches Kreuz auf dem Schild trägt. Auch enthielt das Grab einen Ango, welcher zunächst als Standarte angesprochen wurde. Joachim Werner sieht im Ango ein Zentrales Element für die Herkunftsbestimmung des Bestatteten. Das exotische Pferdegeschirr hätte die Vermutung nahelegen können, dass es ein „hochgestellter Langorbarde war, der beim Durchzug durch das Elsass bei Ittenheim den Tod fand“. Der Ango spricht jedoch klar für eine lokale Herkunft des Bestatteten.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2012 | 2019 |
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| Einwohner | 863 | 911 | 1060 | 1230 | 1594 | 1904 | 2171 | 2170 | 2112 |