Ivana Falconi (geboren am 8. August 1970 in Locarno, Tessin) ist eine Schweizer bildende Künstlerin. Zu ihren bevorzugten künstlerischen Ausdrucksmitteln gehören Fotografie, Installation, Performance und Videokunst.
Ivana Falconi ist Tochter einer Sizilianerin und eines Tessiners. Sie absolvierte von 1985 bis 1990 das Centro Scolastico per le Industrie Artistiche, eine künstlerische Ausbildung in Locarno. Von 1993 bis 1997 studierte sie an der Academia di Belle Arti de Brera in Mailand (Italien).
Ihre künstlerische Karriere startete sie mit Videoinstallationen, Performances, Ready-mades und Skulpturen. Bekannt wurde sie für verschiedene Installationen, die sich mit den Problemen von Krieg, Wirtschaft, zwischenmenschlichen und anderen Konflikten befassen. Zur Weltausstellung 2005 in Japan inszenierte sie riesige Gartenzwerge als Schutzengel und machte damit das japanische Publikum auf sich aufmerksam. Inzwischen malt sie auch Aquarelle.
Werke von Ivana Falconi befinden sich im Besitz des Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI) in Lugano.
Ivana Falconi ist mit dem Tenorsaxophonisten Harry Allen verheiratet und lebt und arbeitet in New York City.
Ihre Werke haben einen verspielten, dekorativen Charakter, eine unbekümmerte Fröhlichkeit. Die Tessiner Künstlerin hat einen ausgeprägten Sinn für Kitsch, darin ist sich die Kunstkritik einig. Phantastisch, farbenreich und vergnüglich wird diese Kunstwelt umschrieben. Dieser Hang zum Kitsch gründe in ihren italienischen Wurzeln. Ihre doppelbödige Kitsch-Kunst ist erfolgreich: Zur Weltausstellung 2005 in Japan inszenierte sie riesige Gartenzwerge als Schutzengel und machte damit das japanische Publikum auf sich aufmerksam.
Elio Schenini vom Museo Cantonale d’Arte in Lugano beschreibt Ivana Falconis künstlerische Schöpfungen als «Faszination für das Ungewöhnliche, das Absurde, das Groteske, für das Triviale und vor allem für den Kitsch, Elemente, die in der heutigen Massenkultur reichlich vorhanden sind: Das ist die Voraussetzung, die allen Werken von Ivana Falconi zugrunde liegt.» Ihre Kunst schaffe ein seltsames und kurioses Pop-Universum, das aufgrund seiner Verwurzelung in der Welt der Werbung und des Konsums vertraut und gewöhnlich erscheine, die Betrachter in eine ironische, märchenhafte und surreale Dimension versetze und in messerscharfe Kritik an den Modellen, die das Heute dominieren, umgewandelt werde: von der Politik bis zur Religion, von der Rolle der Frau bis zum Konsumismus.
Im Katalog zur Ausstellung Schweizer Künstlerinnen wird Falconis Kunst so beschrieben: In den harmlosen und unschuldigen Kitsch-Objekten verberge sich etwas Doppelbödiges, Abgründiges und Ironisches. Dadurch werde der einfache Gegenstand, im Alltag banalerweise einfach Teil der Konsumwelt, in Falconis Umgebung zur Inspirationsquelle ihrer Kunst; es seien vor allem die Geschichten der Objekte, die sie interessierten.
Ein unbekannter New Yorker Kenner fasste die Kunst Ivana Falconis folgendermassen zusammen: «…deren Werke Fantasie, Komik und Schönheit vereinen…»
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Falconi, Ivana |
| ALTERNATIVNAMEN | Falconi Allen, Ivana |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer bildende Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 8. August 1970 |
| GEBURTSORT | Locarno, Tessin |