Die Beni Snassen, auch Iznasen, auch Iznathen oder Yat Iznathen genannt (auf rifischen Berberisch der Iznathen: ⵝ/ⵝ ⵢⴰⵣⵏ-ⴰⵝ-ⵏ; auf dem rifischen Arabisch der Iznathen: ابناء/ابنات يزناثن), sind ein rifischer Berberstamm. Seit dem 19. Jahrhundert leben einige arabische Stämme gemeinsam mit den Yat Iznathen, gehören jedoch nicht zu ihnen, da der Stamm der Yat Iznathen ausschließlich berberisch ist. Der Name bezeichnet die berberische Stammesgruppe der Zenata (oder Zenatha).
Nach traditioneller Auffassung vieler Berber beruht die ethnische Zugehörigkeit zu den Berbern auf einer väterlichen berberischen Abstammung, also auf der Herkunft der väterlichen Linie über die Generationen hinweg – unabhängig davon, ob die betreffende Person männlich oder weiblich ist. Mit anderen Worten wird die berberische Identität patrilinear weitergegeben. Aus dieser Sicht ist eine „Berberisierung“ im ethnischen Sinne nicht möglich. Auch wenn Nicht-Berber die Berbersprache sprechen, werden sie dadurch nach dieser traditionellen Auffassung nicht ethnisch zu Berbern.
Der sich etwa 34 km in West-Ost-Richtung erstreckende Bergzug erreicht üblicherweise Höhen von 600–1000 m. Höchste Erhebung ist der ca. 1532 m hohe Jbel Fourghal etwa 5 km östlich der Grenze zwischen der Provinz Berkane und der Präfektur Oujda-Angad (34° 49′ 51″ N, 2° 11′ 39″ O); zweithöchste Erhebung ist der Jbel Bou Zabet (1378 m).
Das Beni-Snassen-Gebirge ist seit mehr als zwei Jahrhunderten das Territorium des arabisierten zenetischen Berberstamms der Beni Iznassen. Die Bevölkerung spricht überwiegend Arabisch und Tarifit.
Die wichtigsten ländlichen Städte und Dörfer im Gebiet des Beni-Snassen sind: