Jürg Wassmann (* 16. März 1946 in Lugano) ist ein Schweizer Ethnologe. Seine Themenschwerpunkte sind (geographisch) Papua-Neuguinea. (Iatmul und Yupno) und Bali, (thematisch) die Kognitive Anthropologie, Raum und Zeit.
Wassmann machte 1966 Abitur in Lugano und studierte danach Ethnologie mit den Nebenfächern Soziologie, Musikwissenschaften und Psychologie an der Universität Basel. Dort wurde er 1979 nach einem einjährigen Feldaufenthalt in Papua-Neuguinea mit der Schrift ‘Der Gesang an den Fliegenden Hund’ promoviert. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ethnologischen Seminar (1978–1990), übernahm Lehraufträge an den Universitäten Tübingen und Zürich und wurde 1992 in Basel habilitiert. Die Habilitationsschrift hieß: ‘Das Ideal des leicht gebeugten Menschen’; an diesem interdisziplinären Projekt nahmen (im Feld) ein Musikethnologe, ein Psychologe und Kognitionswissenschaftler teil. Zwischen 1991 und 1993 war er ‘Research Fellow’ am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen, Forschungsgruppe Kognitive Anthropologie. Ab 1995 Ordinarius für Ethnologie und erster Direktor des neu gegründeten Instituts für Ethnologie an der Universität Heidelberg. Er amtierte von 1997 bis 1999 als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA). 'Visiting Research Fellowships’ führten ihn an die University of Canberra, die University of Western Australia (Perth) und die Universität Wien. Er war Mitglied des Gründungskomitees des interdisziplinären Marsilius Kollegs. 2008 gründete er einen Ethnologie-Studiengang für Bachelor Studierende zusammen mit Kollegen des Papua New Guinea Studies Department der Divine Word University (DWU) in Madang (Papua-Neuguinea) sowie aus Heidelberg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wassmann, Jürg |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Ethnologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 16. März 1946 |
| GEBURTSORT | Lugano |