Japannual

JAPANNUAL
Vorstellung des JAPANNUAL 2024 im Filmcasino
Vorstellung des JAPANNUAL 2024 im Filmcasino
Allgemeine Informationen
Ort Filmcasino, Wien
Genre Japanische Filme
Zeitraum jährlich, Anfang Oktober
Website https://www.japannual.at/
Logo des Filmfestivals

Das JAPANNUAL (auch Japanische Filmtage Wien) ist ein Filmfestival für Filme aus japanischer Produktion. Das Festival findet seit 2017 jährlich jeweils Anfang Oktober im Filmcasino in Wien (Österreich) statt.

Geschichte

Die erste Ausgabe des JAPANNUAL startete am 2. Oktober 2017 mit der Vorführung von elf Filmen an vier Tagen. In den Ausgaben der folgenden Jahre wurden an fünf bis sieben Tagen jeweils zwischen 26 und 29 Filme gezeigt, wobei ab 2022 durchgehend an sieben Tagen Aufführungen stattfanden. 2026 wurde ein achter Tag mit Vorführungen vier alter bzw. klassischer Filme japanischer Herkunft angehängt, mit denen die Anzahl der gesamt gezeigten Filme auf 33 stieg. Von 2017 bis 2025 wurden die Filme des Festivals ausschließlich im Filmcasino aufgeführt. 2026 wurde der zusätzliche Vorführungstag im Filmhaus am Spittelberg abgehalten.
Veranstaltet wird das Filmfestival von der Österreichisch-Japanischen Gesellschaft (ÖJG).

Das JAPANNUAL als Filmfestival selbst ist Mitglied im Forum Österreichischer Filmfestivals (ein Zusammenschluss mehrerer Filmfestivals in Österreich), welcher zum Ziel hat, die allgemeine Situation um die Förderung von Filmfestivals in Österreich zu verbessern.

Programm

Im Programm des JAPANNUAL finden sich Vertreter aus allen Sparten und Stilen der japanischen Filmindustrie. Neben Dramen, Komödien, Action-, Anime-, Dokumentar- sowie Horror-Filmen aus eher klassischer Mainstreamproduktion finden sich auch Avantgardefilme oder Werke junger Filmschaffender. In seiner thematischen Ausrichtung auf den japanischen Film lässt sich das JAPANNUAL mit dem deutschen Filmfestival Nippon Connection vergleichen.

Bei den gezeigten Filmen handelt es sich meist um eine Auswahl aus Produktionen des vergangenen Jahres. Pro Jahr findet sich meist ein Festivalsegment, in welchem der Fokus auf das größere Werk eines einzigen bekannteren Regisseurs gerichtet wird, in welchem dann mehrere Filme aus unterschiedlichen Jahren gezeigt werden.
In den meisten Vorstellungen werden Filme in regulärer Spielfilmlänge mit einer Dauer zwischen 60 und 150 Minuten aufgeführt. In den auf einen Regisseur eingegrenzten Segmenten werden teilweise neben mehreren langen auch verschiedene Kurzfilme mit einer Dauer von ca. 15 Minuten gezeigt.

Die Filme werden durchgehend in ihrer Originalfassung in japanischer Sprache und englischen Untertiteln gezeigt (OmU).

Im Programmaufbau finden sich teilweise Sieger japanischer Filmfestivals wie dem Pia Film Festival in welchem Nachwuchstalente der Branche ausgezeichnet werden.
Bei manchen Vorführungen besteht für die Programmauswahl eine Zusammenarbeiten mit dem /slash und dem Red Lotus Filmfestival im Zuge derer einzelne Filme aus japanischer Produktion dieser Festivals erneut gezeigt werden.

Die Regisseurin Kahori Higashi beim Interview zu ihrem Film „Memories of His Scent“

Zu ausgewählten Filmen werden auch deren Regisseur eingeladen, wobei dieser nach der Vorstellung des Films von einem Moderator zu dessen Inhalt, Bedeutung einzelner Szenen oder Motivation hinter dem Film selbst befragt wird. Anschließend hat das Publikum im Kinosaal die Möglichkeit an den Regisseur eigene Fragen zu stellen. Die Auswahl der eingeladenen Regisseure beschränkt sich dabei nicht bloß auf Personen japanischer Herkunft. So wurden beispielsweise der indische Regisseur Anshul Chauhan oder die philippinische Regisseurin Janus Victoria zu deren Filmen „December“ und „Diamonds in the Sand“ eingeladen.

Neben dem filmischen Programm werden in einem Rahmenprogramm begleitend Aspekte der japanischen Kultur aber auch einzelne Kulturgüter und Künstler mit Bezug zu Japan vorgestellt. Neben Vorträgen zu Geishas (bzw. Geikos), dem Spiel Go, den Gemeinsamkeiten und Besonderheiten japanischer Geistergeschichten, der Reparaturtechnik Kintsugi, Mangas, Junrei (Pilgerreisen), Shodō (japanische Kalligrafie) und der Färbetechnik Yūzen, finden sich solche zu einzelnen Produkten wie Miso, Reis oder Sake.

Auszeichnung

Jedes Jahr wird nach Ende des Festivals der Japannual Audience Award vergeben. Für die Wahl hat das Publikum unmittelbar nach Ende des Films die Möglichkeit, eine Bewertung mittels einreisbarer Voting-Karte (1–5 Sterne) abzugeben. Durch die unterschiedlichen Besuchszahlen der einzelnen Filme, kommt es dabei zu einer unterschiedlichen Anzahl von abgegebenen Voting-Karten.

Die Gewinner der letzten Jahre waren:

Siehe auch

Commons: Japannual – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Archiv 2017 auf japannual.at
  2. ↑ Das Forum auf film-festivals.at
  3. ↑ Close-Knit gewinnt den Publikumspreis bei Japannual 2017 auf japannual.at
  4. ↑ ONE CUT OF THE DEAD gewinnt Publikumspreis auf japannual.at
  5. ↑ Gewinner des Publikumspreises 2019: FLY ME TO THE SAITAMA auf japannual.at
  6. ↑ Gewinner des Publikumspreises 2020: DAUGHTERS von Hajime Tsuda! auf japannual.at
  7. ↑ Winner Japannual Audience Award 2021: MIDNIGHT SWAN by Eiji Uchida auf japannual.at
  8. ↑ Winner Japannual Audience Award 2022: SABAKAN by Tomoki Kanazawa auf japannual.at
  9. ↑ Winner Japannual Audience Award 2023: Fly Me To The Saitama 〜FROM BIWA LAKE WITH LOVE〜 auf japannual.at
  10. ↑ Winner Japannual Audience Award 2024: BLACK BOX DIARIES auf japannual.at
  11. ↑ Winner Japannual Audience Award 2025: KOKUHO 国宝 auf japannual.at
  12. ↑ Winner Japannual Audience Award 2026: FUJIKO auf japannual.at