| Município de Jacareacanga Jacareacanga | ||
|---|---|---|
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| Koordinaten | 6° 13′ S, 57° 45′ W | |
| Symbole | ||
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| Gründung | 13. Dezember 1991 (Munizip) | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Brasilien | |
| Bundesstaat | Pará | |
| ISO 3166-2 | BR-PA | |
| Região intermediária | Santarém (seit 2017) | |
| Região imediata | Itaituba (seit 2017) | |
| Höhe | 105 m | |
| Klima | tropisch-feucht | |
| Fläche | 53.308,3 km² | |
| Einwohner | 26.579 (2025) | |
| Dichte | 0,5 Ew./km² | |
| Zeitzone | UTC−3 | |
| Website | jacareacanga.pa.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | |
| Wirtschaft | ||
| BIP | 732.418 Tsd. R$ 30.464 R$ pro Kopf (2023) | |
| HDI | 0,505 (2010) | |
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Jacareacanga ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Pará in der Nordregion des Landes. Sie liegt im Südwesten des Bundesstaates am Rio Tapajós und gehört zur Região Geográfica Imediata de Itaituba. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 26.579 geschätzt.
Jacareacanga liegt im Südwesten Parás auf einer Höhe von etwa 105 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 53.308,337 Quadratkilometer und gehört damit zu den flächenmäßig größten Munizipien Brasiliens. Die Gemeinde Jacareacanga grenzt an Itaituba, Novo Progresso, Altamira, Aveiro sowie an die Bundesstaaten Amazonas und Mato Grosso.
Das Gemeindegebiet liegt im südlichen Amazonasraum und wird von großen Waldflächen, Flusslandschaften und indigenen Territorien geprägt. Zu den wichtigsten Gewässern gehören der Rio Tapajós und der Rio Jacareacanga; weiter südlich liegen Einzugsgebiete der Flüsse Jamanxim und Teles Pires. Große Teile des Gemeindegebietes stehen als Teil des Amazonaswaldes unter Naturschutz. Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und einer ausgeprägten Regenzeit.
Das Gebiet des heutigen Munizips war lange vor der staatlichen Erschließung von indigenen Gruppen bewohnt. Besonders prägend waren die Munduruku, deren Siedlungsgebiete im mittleren und oberen Tapajós bis in die Gegenwart eine zentrale Rolle spielen. Die staatliche und wirtschaftliche Erschließung der Region erfolgte im 20. Jahrhundert.
1956 wurde Jacareacanga landesweit bekannt, als der Luftwaffenoffizier Haroldo Coimbra Veloso dort einen Aufstand gegen die Regierung von Präsident Juscelino Kubitschek anführte. Die sogenannte Revolta de Jacareacanga war ein kurzlebiger militärischer Aufstandsversuch, der in der abgelegenen Siedlung am Tapajós seinen Ausgangspunkt nahm.
Administrativ gehörte Jacareacanga zunächst zum Município Itaituba. 1961 wurde Jacareacanga durch Staatsgesetz als Distrikt von Itaituba geschaffen. Die Ausweitung staatlicher Präsenz im Südwesten Parás, der Bau von Straßenachsen im Amazonasraum und die wachsende Bedeutung von Bergbau, Holzgewinnung und regionaler Verwaltung stärkten später die Forderung nach kommunaler Eigenständigkeit.
Durch das Staatsgesetz Nr. 5.691 vom 13. Dezember 1991 wurde Jacareacanga aus Itaituba ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen.
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 26.579 Personen geschätzt. Bei der Volkszählung 2022 gehörten 59 Prozent der Einwohner der indigenen Bevölkerung an.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 9.603 |
| 2000 | 24.024 |
| 2010 | 14.103 |
| 2022 | 24.042 |
| Volkszählungen | |
Die Wirtschaft von Jacareacanga wird durch öffentliche Verwaltung, Handel, Dienstleistungen, Flussverkehr, kleinräumige Landwirtschaft, Fischerei, Waldnutzung und Bergbau geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2023 bei 30.464,12 Real.
Von besonderer Bedeutung ist die Lage im Tapajós-Gebiet, wo Goldsuche, informeller Bergbau, Schutzgebiete und indigene Territorien seit Jahrzehnten miteinander in Konflikt stehen.