Jacob Toury

Jacob Toury (geboren als Franz Königsberger 5. Januar 1915 in Beuthen; gestorben 2004 in Tel Aviv) war ein deutsch-israelischer Historiker und Pädagoge.

Leben

Franz Königsberger war ein Sohn des Holzhändlers Max Königsberger und der Meta Freund. Er machte 1934 das Abitur und wanderte 1935 mit den Werkleuten nach Palästina aus und studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte, Philologie und Pädagogik. Nach seiner Promotion und Lehrtätigkeit unter anderem am Technion in Haifa schloss er sich der 1956 gegründeten Universität Tel Aviv an und war beim Aufbau des Instituts für deutsche Geschichte beteiligt. Jacob Toury war ein bedeutender Sozialhistoriker im Bereich der deutsch-jüdischen Geschichte.

Toury war verheiratet mit Eva Marianne Aron. Sein Sohn Gideon Toury (1942–2016) war Professor für Literaturtheorie, Komparatistik und Übersetzungstheorie an der Universität Tel Aviv. Im Frühsommer 2005 übergab er dem Simon-Dubnow-Institut (DI) die Privat- und Arbeitsbibliothek seines ein Jahr zuvor verstorbenen Vaters. Für das DI war dies die bislang größte und wertvollste Bücherschenkung, die ihm zuteilgeworden war.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Mosheh Tsuḳerman: Tel Aviver Jahrbuch 2006 für deutsche Geschichte. Geschichte und bildende Kunst. Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-2104-5, S. 355.