Jakob Haury (* 2. Januar 1862 in Ottersheim, Pfalz; † 1942) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Altphilologe.
Jakob Haury war der Sohn eines Bauern in Niederhochstadt und besuchte das Gymnasium in Landau in der Pfalz. Er studierte ab 1882 Klassische Philologie an der Universität München bei Wilhelm von Christ und wurde 1888 promoviert. Nach dem Staatsexamen trat er in den bayerischen Schuldienst ein. Seine erste Stelle als Assistent erhielt er am Realgymnasium in Augsburg. Ab 1891 war er als Gymnasiallehrer für Lateinisch und Deutsch am Realgymnasium in München tätig. 1894 wurde er an das Wilhelmsgymnasium in München versetzt. Im Sommer 1900 wurde Haury zum Gymnasialprofessor am humanistischen Gymnasium in Hof befördert. Es folgte 1906 die Versetzung an das Theresiengymnasium in München. Anschließend wurde er Gymnasialkonrektor in Ingolstadt, von 1914 bis zu seinem Ruhestand 1927 leitete er das Humanistische Gymnasium in Kaiserslautern. Im Ruhestand lebte er in München. Sein Sohn war der Chemiker Heinz Haury.
Haurys Hauptwerk stellt die Textausgabe der Schriften des frühbyzantinischen Historikers Prokop dar. Bereits 1898 hatte er den Preis für eine 1895 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gestellte Preisaufgabe aus Mitteln der Zographos-Stiftung „Neue textkritische Ausgabe der Werke des Historikers Prokop mit Einschluss der Geheimgeschichte auf Grund der besten Handschriften“ erhalten. Die Ausgabe erschien dann in vier Bänden von 1905 bis 1913 bei Teubner in Leipzig. Sie ist heute noch maßgeblich.
| Personendaten | |
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| NAME | Haury, Jakob |
| ALTERNATIVNAMEN | Haury, Jacob; Haury, Jacobus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gymnasiallehrer und Altphilologe |
| GEBURTSDATUM | 2. Januar 1862 |
| GEBURTSORT | Ottersheim |
| STERBEDATUM | 1942 |