Jamie Oehlers

Jamie Oehlers (* um 1981) ist ein australischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon).

Leben und Wirken

Oehlers lernte in der Schule zunächst Querflöte. Nachdem er mit zwölf Jahren auf das Saxophon wechselte, entdeckte er den Jazz. Er studierte zunächst bis 2003 an der Western Australian Academy of Performing Arts in Perth, dann am Berklee College of Music in Boston bei Hal Crook. 2018 promovierte er zum Thema reflexive Praxis in der Improvisation – „Entwicklung eines chromatisch-intervallischen Ansatzes für die Jazzimprovisation durch reflexive Praxis“.

Oehlers trat weltweit auf, unter anderem bei bedeutenden Festivals wie dem JVC Jazz Festival in New York, dem London Jazz Festival, der Jazz Yatra in Indien, dem Montreux Jazz Festival, dem Edinburgh Jazz & Blues Festival, dem Galway Jazz Festival und dem Brecon Jazz Festival. Er arbeitete mit Musikern wie Aaron Goldberg, George Garzone, Charlie Haden, Geri Allen, Cindy Blackman, Jamie Cullum, Bob Hurst, Megan Washington oder Kate Ceberano. Er hat 15 Alben als Bandleader veröffentlicht, darunter „Night Music“, „Innocent Dreamer“ (mit Tal Cohen), „The Burden of Memory“ (mit Paul Grabowsky, Eric Harland und Reuben Rogers) und „Smoke and Mirrors“ (mit Ari Hoenig). Als Sideman wirkte er an über 100 Aufnahmen mit.

Oehlers war Dozent für Saxophon und Improvisation am Victorian College of the Arts und an der Monash University in Melbourne und leitete Workshops für Saxophon und Improvisation in Australien, den USA, Japan, Neuseeland und Großbritannien. 2008 übernahm er die Leitung des Jazzstudiengangs an der Western Australian Academy of Performing Arts.

Preise und Auszeichnungen

Oehlers gewann 2003 den Saxophonwettbewerb beim Montreux Jazz Festival und wurde in Australien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2007 der Australian Jazz „Bell“-Award als bester australischer Jazzkünstler und drei Auszeichnungen für das beste zeitgenössische Jazzalbum (2006, 2007, 2009), den ABC Limelight Award für die beste Jazz-CD-Veröffentlichung 2010, der Australian Young Achiever of the Year Award und zwei Finalisten bei den ARIA Awards für das beste Jazzalbum 1998 und 2005.

Einzelnachweise

  1. ↑ Jamie Oehlers Interview. In: saxschoolonline.com. 2015, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Dr. Jamie Oehlers. In: Western Australian Academy of Performing Arts. Abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  3. 1 2 Jamie Oehlers. In: All About Jazz. Abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Oehlers, Jamie
KURZBESCHREIBUNG australischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon)
GEBURTSDATUM um 1981