Jan Wehrens

Jan Wehrens (2016)

Jan Wehrens (* 1945 in Sittard, Niederlande; † 19. Dezember 2023 in München) ist ein holländischer Künstler, der überwiegend in München lebte.

Leben

Brosche, 1979, Pinakothek der Moderne, Danner Rotunde, München

Von 1964 bis 1969 studierte Jan Wehrens an der Akademie für angewandte Kunst in Maastricht. Von 1972 bis 1979 besuchte er die Akademie der Bildenden Künste München. Er studierte Bildhauerei und Goldschmiedekunst in der Klasse von Hermann Jünger und schloss 1979 mit Diplom ab. Er arbeitete in München als Goldschmied, Bildhauer und Zeichner.

An der Kunstakademie arbeitete Jan Wehrens viel mit Eisen, Tombak und Feuervergoldung, zudem erzeugte er durch Oberflächenbearbeitung zeichnerische Effekte. Schon während des Studiums beschäftigte sich Jan Wehrens auch mit Bildhauerei. Er studierte einige Semester bei Hans Ladner und war von Robert Jacobsen beeinflusst. Nach der Studienzeit verwendete er hauptsächlich Edelstahl, vorzugsweise in Form von massivem Vierkantprofil in unterschiedlichen Stärken. Helmut Bauer ordnet seinen Stil als „vom Konstruktivismus geprägt“ ein.

Seit 2004 arbeitete er zunehmend figurativ und erstellte zahlreiche groß dimensionierte Broschen.

Skulptur, 1987–1988, Stahl, 42 × 61 × 9 cm

Auszeichnungen

Brosche, 2011, Not too young, ca. 25 × 17 cm

Ausstellungen

Sammlungen (Auswahl)

Skulptur, 1995, Stahlblech 1 cm, 128 x 378 x 147 cm

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ SZ vom 14. Februar 2024
  2. ↑ Ira Mazzoni: Eine Klasse für sich. In: Süddeutsche Zeitung. 12. Oktober 2020, abgerufen am 14. Juli 2022.
  3. ↑ Ursula Keltz: Schmuckgestaltung an der Akademie der Bildenden Künste München. Hrsg.: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften. Weimar 1999, ISBN 978-3-932124-25-9, S. 179 ff., 300, 382.
  4. ↑ Helmut Bauer, Benita von Remberg, Jan Wehrens: Jan Wehrens Schmuck und Plastik 1979-1992. In: Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins e.V. Nr. 1. Bayerischer Kunstgewerbeverein, München 1992, ISBN 978-3-929727-00-5.
  5. ↑ Suche - Handwerkskammer für München und Oberbayern. Abgerufen am 20. Juli 2022.
  6. ↑ Förderpreise Kunst. Landeshauptstadt München, abgerufen am 20. Juli 2022.
  7. ↑ Kestner-Gesellschaft, Hannover. (Hrsg.): Goldschmiede dieser Zeit. Körper - Schmuck - Zeichen - Raum. Hannover 1979, S. 100 ff.
  8. ↑ Orfebres FAD (Hrsg.): Joieria Europea Contemporània. Barcelona 1987, ISBN 978-84-7664-066-1, S. 218 f., 168,189.
  9. ↑ Petra Hölscher: Schmuck. Hrsg.: Danner-Stiftung. Arnoldsche Art Publishers, München 2020, ISBN 978-3-89790-585-6, S. 300, 558 ff.
  10. ↑ Museum het Domein, Sittard: Design from Limburg at Museum Het Domein. 3. Januar 2013, abgerufen am 17. Juli 2022.
  11. ↑ Beautiful Mind: Ein Schmuckstück für Cranach – Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 17. Juli 2022 (deutsch).
  12. ↑ Staatliche Museen zu Berlin: Kunstgewerbemuseum: Schenkung von Schmuck des Künstlers Jan Wehrens. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  13. ↑ DMA Collection Online. Abgerufen am 18. Juli 2022 (englisch).
  14. ↑ Kunst im Europäischen Patentamt (Katalog). S. 114.
  15. ↑ Fritz Falk, Cornelie Holzach: Schmuck der Moderne 1960-1998. Bestandskatalog der modernen Sammlung des Schmuckmuseums Pforzheim. Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 1999, ISBN 3-925369-81-3, S. 221, 713 ff.