Nach Besuch der Lateinschule von Alkmaar war Jan Schüler des Jacob Cornelis Buys d. Ä. Um 1512 arbeitete er bei Jacob Cornelisz. van Oostsanen in Amsterdam. Er bildete sich dann in Nürnberg unter dem Einfluss Dürers und in Italien. Von 1522 bis 1523 hielt er sich in Rom auf. Er kehrte 1524 in die Niederlande zurück und wurde Kanonikus der Marienkirche in Utrecht. Von 1527 bis 1529 verließ er vorübergehend Utrecht wegen politischer Unruhen und arbeitete in Haarlem.
Werke
Jan van Scorel ist derjenige holländische Maler, welcher für die Nachahmung der Italiener bahnbrechend wirkte. Seine Hauptwerke sind:
Maria Elizabeth Houtzager, Godefridus J. Hoogewerff (Bearb.): Jan van Scorel. Utrecht 1955.
Gaila Jehoel: Het culturele netwerk van Jan van Scorel. Schilder, kanunnik, ondernemer en kosmopoliet (= Middeleeuwse studies en bronnen. Band 176). Hilversum 2020.
Jos A. L. de Meyere: Jan van Scorel 1495–1562. Schilder voor prinsen en prelaten. Utrecht, 1981.
Ludwig Scheibler, Wilhelm von Bode: Verzeichnis der Gemälde des Jan van Scorel. In: Jahrbuch der Berliner Museen. Band 2, 1881, S. 212ff.
Hugo Toman: Studien über Jan van Scorel., den Meister vom Tode Mariä. Seemann, Leipzig 1889.