Jannatul Ferdous (bengalisch জান্নাতুল ফেরদৌস, auch Jannatul Ferdous Ivy, * 1. Juli 1976 in Khulna, Division Khulna) ist eine bangladeschische Filmregisseurin, Schriftstellerin und Menschenrechtlerin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.
Ferdous wuchs in ihrem Geburtsort Khulna auf. Im Jahr 1997 geriet beim Kochen ihr Schal in Brand; infolgedessen erlitt sie Verbrennungen an rund 60 Prozent ihres Körpers. Im Laufe der Jahre musste sie mehr als 50 Operationen einschließlich Hauttransplantationen über sich ergehen lassen. Trotz langer Therapiephasen setzte sie ihre Ausbildung fort und schloss 2009 ein Masterstudium der Entwicklungsstudien an der BRAC University ab. Anschließend bildete sie sich in Rechtswissenschaften und social compliance weiter. Sie war für Action on Disability and Development (ADD) und Handicap International tätig.
Ferdous gründete die Menschenrechtsorganisation Voice & Views, die sich für die Rechte von Frauen einsetzt, die Verbrennungsverletzungen überlebt haben. Als Filmemacherin setzt sie Erzählungen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Lebenswirklichkeiten von Menschen mit Behinderungen ein. Zu ihren Arbeiten zählen Kurzfilme und Dokumentarfilme; ihr Kurzfilm Nirobey lief auf Festivals in Dhaka, Nepal und Brasilien, und der Spielfilm Article 16 thematisiert Belästigung von Frauen mit Behinderungen am Arbeitsplatz. Sie veröffentlichte bislang 11 Bücher, zuletzt auch Lyrik. Ihre Aufnahme in die BBC-Liste 100 Women 2023 würdigte ihr langjähriges Engagement für die Rechte Brandüberlebender und von Frauen mit Behinderungen.
| Personendaten | |
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| NAME | Ferdous, Jannatul |
| ALTERNATIVNAMEN | Ferdous Ivy, Jannatul (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | bangladeschische Filmregisseurin, Schriftstellerin und Menschenrechtlerin |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1976 |
| GEBURTSORT | Khulna, Division Khulna |