
Jean Haust (* 10. Februar 1868 in Verviers; † 24. November 1946) war ein belgischer Romanist und Wallonist.
Haust studierte in Lüttich bei Maurice Wilmotte und wurde 1889 Agrégé. Ab 1892 war er Lateinlehrer in Lüttich, ab 1897 Mitglied der Lütticher Gesellschaft für wallonische Literatur (später „Gesellschaft für wallonische Sprache und Literatur“), ab 1920 Mitglied der Académie royale de langue et de littérature françaises, ab 1921 wurde er abgestellt für die Erforschung der wallonischen Dialekte. Von 1932 bis 1938 war er ordentlicher Professor für Dialektologie an der Universität Lüttich (Nachfolger: Louis Remacle).
Haust arbeitete zuerst am Projekt eines Dictionnaire général de la langue wallonne, das sich als undurchführbar erwies. Ab 1924 sammelte er dann systematisch Daten für das große wissenschaftliche Vorhaben eines Sprachatlas des Wallonischen, der allerdings erst nach seinem Tod zu erscheinen begann: Atlas linguistique de la Wallonie. ALW (von den 20 geplanten Bänden sind erschienen: Bd. 1, 1953; 2, 1969; 3, 1955; 4, 1976; 5, 1991; 6, 2006; 8, 1994; 9, 1987; 15, 1997).
Haust engagierte sich in der Wallonischen Bewegung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haust, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Romanist und Dialektologe |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1868 |
| GEBURTSORT | Verviers |
| STERBEDATUM | 24. November 1946 |