Louis Remacle

Louis Remacle (* 30. September 1910 in La Gleize; † 10. Mai 1997 in Verviers) war ein belgischer Linguist, Romanist und Schriftsteller.

Leben und Werk

Remacle machte Abitur in Stavelot und studierte dann in Lüttich bei Jean Haust. Er wurde 1932 mit einer Untersuchung der Sprache seines Heimatorts promoviert (Le parler de La Gleize, Brüssel 1937) und leistete Militärdienst. Von 1935 bis 1946 war er Gymnasiallehrer in Seraing, ab 1946 Professor an der Universität Lüttich, ab 1948 auch Mitglied der Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique. Von 1959 bis 1979 gab er die Cahiers d’analyse textuelle heraus. 1956 erhielt er den Francqui-Preis. Zu seinen Schülern zählte Léon Warnant.

Remacle trat auch als Dichter des Wallonischen hervor. Am 25. September 2010 wurde in seinem Heimatort La Gleize eine Erinnerungstafel enthüllt, mit Vorträgen von Marie-Guy Boutier und Martine Willems (über den Dialektologen), Paul Delbouille (über den Literaturwissenschaftler), Guy Belleflamme (über den wallonischen Dichter), Claudine Remacle (über den Menschen), sowie Marc Duysinx (der Texte des Autors sprach) und Patrick Delcour (der Texte des Autors sang).

Weitere Werke

Literatur

Personendaten
NAME Remacle, Louis
KURZBESCHREIBUNG belgischer Linguist, Romanist und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 30. September 1910
GEBURTSORT La Gleize
STERBEDATUM 10. Mai 1997
STERBEORT Verviers