
Jean Jacques Raimond Jr. (* 13. April 1903; † 3. Dezember 1961) war ein niederländischer Astronom.
Jean Jacques Raimond Jr. wurde am 13. April 1903 geboren. Er studierte Astronomie an den Universitäten von Leiden und Groningen und wurde 1934 mit der Dissertation „The coefficient of differential galactic absorption“ (Der differentielle galaktische Absorptionskoeffizient ) unter Pieter Johannes van Rhijn an der Universität von Groningen promoviert.
Ab 1934 bis zu seinem Tode war er Direktor des Zeiss-Planetariums in Den Haag und im Rat des NVWS (Nederlandse Vereniging voor Weer- en Sterrenkunde, Niederländische Vereinigung für Meteorologie und Astronomie) vertreten, ab 1944 Präsident der Vereinigung. Raimond hatte einen großen Einfluss auf die Popularisierung der Astronomie. Er war Herausgeber der Zeitschrift Hemel en Dampkring (Himmel und Atmosphäre) der Vereinigung. Darin berichtete er auch selbst über verschiedene Themen, zum Beispiel über Radiowellen aus dem interstellaren Raum (1946), über die Temperatur des Mondes (1950) oder über Radioemissionen entfernter Wasserstoffwolken (1952). 1938 veröffentlichte er die erste Jahresausgabe der Sterrengids, ein astronomischer Almanach in niederländischer Sprache, was er bis zu seinem Lebensende fortführte. Am 3. Dezember 1961 starb Jean Jacques Raimond nach kurzer Krankheit.
Sein Sohn Ernst Raimond (1932–2010) war ebenfalls Astronom, genauer Radioastronom.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Raimond, Jean Jacques Jr. |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Astronom |
| GEBURTSDATUM | 13. April 1903 |
| STERBEDATUM | 3. Dezember 1961 |