Jean-Pierre Chabrol

Jean-Pierre Chabrol (* 11. Juni 1925 in Chamborigaud; † 1. Dezember 2001 in Ponteils-et-Brésis) war ein französischer Schriftsteller.

Leben

Jean-Pierre Chabrol stammte aus den Cevennen im Norden von Alès. Sein Großvater war Hirte, sein Vater Volksschullehrer. Er absolvierte das Gymnasium in Alès und kämpfte in der Résistance. Als Mitarbeiter der kommunistischen Tageszeitung Humanité wurde er von Louis Aragon zum Schreiben von Romanen ermuntert und veröffentlichte ab 1953 rund 40 Roman- und Erzählungsbände, von denen vier bis 1959 im Ostberliner Aufbau Verlag in deutscher Übersetzung erschienen. Vier weitere übersetzte Romane erschienen in westdeutschen Verlagen, darunter 1963 Die Toren Gottes über die Kamisarden. Mehrere Romane hatten historische Ereignisse seiner südfranzösischen Heimat zum Thema, andere die Pariser Kommune oder Krieg und Résistance. Der Roman Le Bout-Galeux (Die Clique aus dem Krätzeviertel) erhielt 1956 den Prix du roman populiste. Sein Roman Un homme de trop von 1958 wurde von Costa-Gavras verfilmt (unter dem Titel Ein Mann zuviel). Für den Roman Les Fous de Dieu erhielt er 1962 den Prix Veillon.

Die Drehbuchautorin Elsa Chabrol ist seine Tochter.

Werke (soweit ins Deutsche übersetzt)

Deutsche Hörspielfassung

Literatur

Commons: Jean-Pierre Chabrol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ ARD-Hörspieldatenbank (Ein kleiner Sou für eine große Kanone, Rundfunk der DDR 1971)
Personendaten
NAME Chabrol, Jean-Pierre
KURZBESCHREIBUNG französischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 11. Juni 1925
GEBURTSORT Chamborigaud
STERBEDATUM 1. Dezember 2001
STERBEORT Ponteils-et-Brésis