Jens Binner

Jens Binner, 2022

Jens Binner (geboren 1965 in Aurich) ist ein deutscher Historiker. Als Direktor leitet er das Team Erinnerungskultur der Stadt Hannover sowie das ZeitZentrum Zivilcourage als Lernort zur hannoverschen Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus.

Leben

Binner studierte von 1994 bis 2000 das Fach Geschichte mit den Nebenfächern Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Hannover. Parallel dazu wirkte er von 1999 bis 2007 als Mitarbeiter des Stadtarchivs Peine, bis er 2007 an der Philosophischen Fakultät der Universität Hannover mit der Dissertation „Ostarbeiter“ und Deutsche im Zweiten Weltkrieg. Prägungsfaktoren eines selektiven Deutschlandbildes promovierte.

2007 bis 2010 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt Zwangsarbeit im Nationalsozialismus der Stiftungen Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie von 2010 bis 2012 im Projekt Neue Dauerausstellung der Stiftung Lager Sandbostel. Ab Januar 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ausstellungsprojekt Geschichte des KZ Buchenwald der Gedenkstätte Buchenwald. Ab 2015 wirkte er als persönlicher Referent des Geschäftsführers der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und leitete die dortige Abteilung für Kommunikation und Veranstaltungen.

Zudem wirkte Binner am Lehrstuhl für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit der Universität Jena.

Nach einer bundesweiten Ausschreibung trat Binner die Nachfolge von Karljosef Kreter, dem langjährigen Leiter der Städtischen Erinnerungskultur Hannovers, an: Am 1. Juni 2021 übernahm er als Direktor die Leitung des ZeitZentrum Zivilcourage. Lernort zur hannoverschen Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus. In seiner Funktion im Team Erinnerungskultur der niedersächsischen Landeshauptstadt ist Binner damit gleichzeitig zuständig für die Organisation entsprechender Gedenkveranstaltungen und Stolpersteinverlegungen. Zudem gibt er gemeinsam mit Julia Berlit-Jackstein, Florian Grumblies und Edel Sheridan-Quantz im Auftrag der niedersächsischen Landeshauptstadt die Schriftenreihe Kleine Schriften zur Erinnerung heraus.

Binner ist 2. Vorsitzender des Kreisheimatbundes Peine und publiziert unter anderem in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten über die Novemberpogrome 1938 auf der Seite pogrome1938-niedersachsen.de.

Schriften (Auswahl)

Commons: Jens Binner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 o. V.: Personalie / Neuer Direktor für das ZeitZentrum Zivilcourage auf der Seite hannover.de in der Version vom 4. Juni 2021, zuletzt abgerufen am 2. März 2023
  2. 1 2 3 Maximilian Hett: NS-Lernort / Jens Binner wird neuer Direktor des Zeitzentrums Zivilcourage, Artikel auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 31. Mai 2021, zuletzt abgerufen am 2. März 2023
  3. 1 2 3 4 Dr. Jens Binner auf der Seite der Universität Jena [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 2. März 2023
  4. ↑ Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  5. ↑ "Ostarbeiter" ... auf der Seite bookdepository.com [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 2. März 2023
  6. ↑ Kleine Schriften zur Erinnerung auf der Seite des Wehrhahn Verlags
  7. ↑ Jens Binner: Novemberpogrome 1938 in Niedersachsen / Peine auf der Seite pogrome1938-niedersachsen.de [ohne Datum, 2018?], zuletzt abgerufen am 2. März 2023
Personendaten
NAME Binner, Jens
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker, Autor und Herausgeber, Leiter einer Organisation
GEBURTSDATUM 1965
GEBURTSORT Hannover