Jens Rickmeyer

Jens Rickmeyer (* 5. Juli 1945 in Hamburg; † 4. April 2026) war ein deutscher Japanologe, sein Spezialgebiet war die Linguistik der japanischen Sprache.

Lebenslauf

Schon während seiner Schulzeit besuchte Rickmeyer Kurse in Sprachen wie Hebräisch oder Aramäisch. Von 1965 bis 1972 absolvierte er sein Studium der Japanologie (Günther Wenck), der Sinologie und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg, das er 1973 mit der Promotion abschloss. Nach Forschungstätigkeit in Deutschland und Japan und einer Professurvertretung an der Universität Marburg war er von 1987 bis 1991 Professor für Japanologie (Sprachwissenschaft) an der Universität Marburg. Von 1991 bis zu seinem vorzeitigen Ruhestand 2008 war er Professor für Sprache und Literatur Japans an der Universität Bochum.

Werk

Rickmeyers zentrales Arbeitsgebiet war die Beschreibung des modernen Japanischen in den Kerngebieten der Morphologie und Syntax. Seine Arbeitsweise war der strukturalistischen Linguistik zuzuordnen. In der Morphologie definierte er Morphemklassen nach formalen Kriterien wie Stellung und Paradigmen. Seine Syntax war dependentiell. Außerdem arbeitete er über Verbvalenz. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Japanische Morphosyntax.

Weitere Arbeitsgebiete waren Klassischjapanisch, Altjapanisch und Ryūkyū-Sprachen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige Jens Rickmeyer. In: Trauer in NRW. 24. April 2026, abgerufen am 2. Mai 2026.
Personendaten
NAME Rickmeyer, Jens
KURZBESCHREIBUNG deutscher Linguist des Japanischen
GEBURTSDATUM 5. Juli 1945
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 4. April 2026