
Jobst von Alten (geboren 1513; gestorben 5. Februar 1568) war ein deutscher Landwirt und Militär. Er entstammte dem Adelsgeschlecht von Alten und war Erbherr des von Altenschen Hofes auf der Neustadt vor Hannover. Schon sein Vorfahre Cord von Alten hatte 1382 das Grundstück zum Bau der Neustädter Marienkapelle gestiftet – wie seine Ahnen konnte dann auch Jobst von Alten die Pfründe der Neustädter Kapelle verleihen.
Nachdem Jobst und Lubbert von Alten trotz mehrfacher Ladungen nicht vor dem Reichskammergericht erschienen waren, verhängte Kaiser Karl V. 1536 die Reichsacht über die beiden Männer.
In einem auf den Januar 1545 datierten Schreiben an Herzog Erich II. von Braunschweig-Calenberg Göttingen bezeichnete der Absender, Herzog Georg von Braunschweig-Wolfenbüttel, zugleich Domprobst zu Köln und Bremen, Jobst von Alten als „abgesagten Feind der ganzen Hildesheimer Klerisei“. Im selben Jahr beschwerte sich auch das Hildesheimer Domkapitel bei Herzog Erich, nachdem Jobst von Alten das Domkapitel befehdet, Untertanen bedroht und deren Häuser in Brand gesteckt habe.

1551 wirkte von Alten als Hofmarschall in der Markgrafschaft Brandenburg. In der Schlacht bei Sievershausen kämpfte er als Reiterführer auf der Seite des Markgrafen Albrecht von Brandenburg, geriet dabei jedoch in Gefangenschaft, aus der er später gegen gegnerische Gefangene ausgetauscht wurde.
Jobst von Alten starb 1568 im Alter von 55 Jahren und wurde in der Neustädter Marienkapelle beigesetzt. Sein dort installiertes Epitaph – das heute als verschollen gelten muss – stellte den Verstorbenen in Rüstung mit Waffen dar, den Helm und die Handschuhe abgelegt, auf den Knien betend vor dem ans Kreuz genagelten Jesus Christus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alten, Jobst von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Landwirt, Militär und Markgräflich Brandenburgischer Hofmarschall |
| GEBURTSDATUM | 1513 |
| STERBEDATUM | 5. Februar 1568 |