Jochen Gleichmann (* 1941 in Stützerbach; † 28. November 2018 in Berlin) war ein deutscher Fusion- und Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn, auch Mundharmonika).
Gleichmann begann Mitte der 1960er Jahre mit dem Musizieren, zuerst in der Rockmusik. Er gehörte zunächst zur Coverband Die Berolinas, die nach der Aufführung eines Songs der Rolling Stones 1968 von der DDR-Führung verboten wurde. Aus ihr entstand dann die Gruppe Die Alexanders, zu der er anfangs gehörte. 1973 war er Teil von SOK (Grüner Vogel). Ab 1974 spielte er in der Bigband von Klaus Lenz und bei Uschi Brüning und arbeitete zudem in der Modern Soul Band (mit Ingeburg Branoner schrieb er deren Titel „Wie schön …“). Daneben gehörte er zur ersten Ausgabe der Ulrich Gumpert Workshop Band (Retrospektive) und war als Instrumentalist an den ersten Alben von City beteiligt.
Seit ihrer Gründung gehörte Gleichmann bis in die 1990er Jahre zur Hannes Zerbe Blechband, mit der er bei internationalen Festivals auftrat. 1987/88 war er Mitglied im Jazzorchester der DDR (gleichnamiges Album bei Amiga 1989). 1996 engagierte ihn Paul Schwingenschlögl für sein neu gegründetes Ensemble African Chase Experience, das bei vielen renommierten Jazz-Festivals konzertierte. Auch gehörte er zum Prokopätz Jazzorchester von Hannes Zerbe.
Gleichmann verstarb am 28. November 2018 nach kurzer schwerer Krankheit in Berlin. An ihn erinnerten die Helmut Forsthoff Band und die Sängerin Uschi Brüning am 27. Juli 2019 mit einem Open-Air-Konzert bei Jazz am Kaisersteg in Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gleichmann, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fusion- und Jazzmusiker (Trompete) |
| GEBURTSDATUM | 1941 |
| GEBURTSORT | Stützerbach |
| STERBEDATUM | 28. November 2018 |
| STERBEORT | Berlin |