
Johann Georg Fock (* 16. November 1757 in Neumünster; † 3. August 1835 in Kiel) war ein deutschsprachiger dänischer evangelisch-lutherischer Theologe.
Johann Georg Fock arbeitete nach dem Studium an der Universität Kiel zuerst als Hauslehrer und wurde 1779 Rektor in Neumünster. 1782 kam er als Prediger einer dänischen Gesandtschaft nach Wien. Als sich durch das Toleranzpatent Kaiser Josephs II. die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (A. B.) in Österreich konstituierte, wurde Fock 1783 der erste Pfarrer der Lutherischen Stadtkirche in Wien und der erste Superintendent der Evangelischen Superintendentur A. B. Wien. Die Wiener Superintendentur war damals eine von vier Diözesen der Evangelischen Kirche A. B. und umfasste auch die evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinden in Nieder- und Innerösterreich. 1794 gründete Johann Georg Fock zusammen mit seinem evangelisch-reformierten Amtskollegen Carl Wilhelm Hilchenbach eine gemeinsame evangelische Schule in Wien.
Fock gab 1796 seine Ämter in Wien auf und ging nach Kiel, wo er bis zu seinem Tod als Hauptpastor der Nikolaikirche tätig war. Sein Nachfolger in Wien wurde Johann Joachim Susemihl. 1811 wurde Fock Propst der neu geschaffenen Propstei Kiel. In beiden Ämtern folgte ihm 1835 Claus Harms nach.
Fock wurde 1811 mit dem Dannebrogorden und 1830 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Kiel ausgezeichnet. In Kiel wurde 1903 die Fockstraße im Stadtteil Südfriedhof nach Johann Georg Fock benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fock, Johann Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer evangelisch-lutherischer Geistlicher |
| GEBURTSDATUM | 16. November 1757 |
| GEBURTSORT | Neumünster |
| STERBEDATUM | 3. August 1835 |
| STERBEORT | Kiel |