Johann Hau (* 12. Juli 1849 in Ebensfeld im Landkreis Lichtenfels; † 2. September 1903 in Bamberg) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Johann Hau absolvierte von 1868 bis 1872 ein Studium der Katholischen Theologie am Lyzeum Bamberg, wurde zum Priester geweiht und war 1872 Stadtkaplan in Kronach. Ein Jahr später kam er in gleicher Funktion nach Bayreuth und wurde 1876 stellvertretender Leiter des Priesterseminars Bamberg. Nach neunjähriger Tätigkeit wechselte er in die Pfarrei St. Vitus in Burgebrach, um dort Pfarrer und Leiter des Dekanats Bamberg zu werden. Dank seiner Initiative kamen Ordensschwestern in den Ort, die sich der ambulanten Krankenpflege und der Kleinkinderbewahrung annahmen. Überhaupt hatte er stets ein offenes Ohr für soziale Anliegen.
Hau engagierte sich in der Politik, trat in die Zentrumspartei ein und hatte vom 28. Juni 1887 bis 1892 ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Bamberg.
Hau hinterließ eine Sammlung von 1000 Gelehrtenbüchern, die als Stiftung in die Bibliothek des Karmelitenklosters Bamberg übergingen.
| Personendaten | |
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| NAME | Hau, Johann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Geistlicher, Mitglied des Bayerischen Landtags (Zentrumspartei) |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1849 |
| GEBURTSORT | Ebensfeld |
| STERBEDATUM | 2. September 1903 |
| STERBEORT | Bamberg |