
Johann Rump, auch: Diedrich-Johann Rump, Johann Diedrich Rump, Pseudonym: Nathanael Jünger (* 23. Oktober 1871 in Hamburg als Heinrich Carl Dietrich Johann Rump; † 29. September 1941 in Potsdam) war ein deutscher protestantischer Geistlicher und Schriftsteller.
Johann Rump studierte von 1892 bis 1896 Evangelische Theologie und Philosophie an den Universitäten in Tübingen, Halle an der Saale und Kiel. 1897 promovierte er an der Universität Jena mit einer Dissertation über Philipp Melanchthon zum Doktor der Philosophie. Ab 1899 wirkte er als Diaconus, später als Pastor an der Evangelischen Kirche St. Stephani in Langensalza, ab 1902 als Pfarrer an der Evangelischen Kirche St. Jacobi in Bremen-Seehausen, ab 1913 als Pfarrer an der evangelischen Heilige-Geist-Kirche in Berlin-Moabit und von 1933 bis 1936 an der Friedenskirche in Potsdam. Johann Rump gehörte ab 1932 den Deutschen Christen an, einer den Nationalsozialisten nahestehenden Bewegung innerhalb des deutschen Protestantismus.
Johann Rump veröffentlichte neben einer Reihe von Sammlungen von Predigten von eigener und fremder Hand unter dem Pseudonym "Nathanael Jünger" auch erzählende Werke. Diese hatten häufig das protestantische Gemeindeleben zum Thema, waren aber nach 1914 zunehmend von Rumps deutschnationaler, rassistischer und antisemitischer Einstellung geprägt. Trotz der Nähe des Autors zur NSDAP wurde 1938 sein Roman Der Pfarrer von Hohenheim (später erschienen unter dem Titel ... und hätte der Liebe nicht) auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.
| Personendaten | |
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| NAME | Rump, Johann |
| ALTERNATIVNAMEN | Rump, Heinrich Carl Dietrich Johann (vollständiger Name); Rump, Johannes; Rump, Johann Dietrich; Jünger, Nathanael (Pseudonym); Rump, Diedrich-Johann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher protestantischer Geistlicher und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1871 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 29. September 1941 |
| STERBEORT | Potsdam |