Johannes Rudolf Wilhelm Ferdinand Felsch (* 22. September 1882 in Birkau; † 1952) war ein deutsch-chilenischer Geologe.
Felsch wurde 1882 in der Oberlausitz geboren und studierte an der Albertus-Universität in Königsberg. Im Wintersemester 1902/03 wurde er dort Mitglied der Burschenschaft Germania. 1909 wurde Felsch Assistent an der geologischen Sammlung der Universität Jena. 1911 veröffentlichte er dort seine Dissertation Die Schichtenfolge des unteren Culms in der Umgebung des Münchberger Gneismassivs und nahm kurz darauf eine Stelle als Assistent des geologisch-paläontologischen Instituts der Universität Bonn an. Noch im selben Jahr wurde er zusammen mit einem weiteren Bonner Geologen zum „Geologen an der Geologischen Landesaufnahme der Republik Chile“ ernannt und wanderte nach Chile aus. Hauptaufgabe der geologischen Landesaufnahme war die Suche nach Bodenschätzen, insbesondere Kohle und Erdöl. Felsch widmete sich dabei insbesondere der Erkundung von Erdöllagerstätten, zunächst im Großen Süden um Punta Arenas und Feuerland, später auch in anderen Teilen des Landes. Felsch wurde chilenischer Staatsgeologe und nach Abschluss der Landesaufnahme Professor für Geologie an der Universidad de Chile in Santiago de Chile.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Felsch, Johannes |
| ALTERNATIVNAMEN | Felsch, Johannes Rudolf Wilhelm Ferdinand (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-chilenischer Geologe |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1882 |
| GEBURTSORT | Birkau, Oberlausitz |
| STERBEDATUM | 1952 |