Johannes Hermann Wilhelm Ferno (* 26. August 1845 in Hagen bei Wolin; † 1. Juli 1926 in Aachen) war ein preußischer Generalmajor.
Johannes war ein Sohn des preußischen Hauptmanns und Rittergutsbesitzers Arthur Ferno (1814–1900) und dessen Ehefrau Caroline, geborene Winckelsesser (1819–1875). Er hatte fünf Geschwister, darunter der preußische Generalleutnant Arthur von Ferno (1846–1911).
Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Ferno am 18. April 1865 als Sekondeleutnant im 2. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 28 der Preußischen Armee in Aachen angestellt. Im folgenden Jahr nahm er im Krieg gegen Österreich an den Kämpfen bei Hühnerwasser, Münchengrätz und Königgrätz teil. Für sein Wirken wurde ihm der Kronen-Orden IV. Klasse mit Schwertern verliehen. Ab März 1868 diente Ferno als Adjutant des Füsilier-Bataillons. In dieser Eigenschaft beteiligte er sich 1870/71 im Krieg gegen Frankreich an den Schlachten bei Gravelotte, Amiens, Hallue, Bapaume und Saint-Quentin.
Zwischenzeitlich zum Premierleutnant aufgestiegen und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet, wurde Ferno nach dem Friedensschluss Ende September 1871 von seiner Stellung enthoben und bis Ende September 1874 als Adjutant zum Bezirkskommando Köln kommandiert. Mit der Beförderung zum Hauptmann erfolgte Mitte Februar 1878 seine Ernennung zum Chef der 12. Kompanie. Am 22. Mai 1889 rückte er zum überzähligen Major auf und war vom 12. August 1890 bis zum 23. Juli 1894 Kommandeur des I. Bataillons. Anschließend unter Beauftragung mit den Funktionen des etatmäßigen Stabsoffiziers in das Infanterie-Regiment „von Alvensleben“ (6. Brandenburgisches) Nr. 52 versetzt, avancierte Ferno am 12. September 1894 zum Oberstleutnant und etatmäßigen Stabsoffizier. Daran schloss sich am 22. März 1897 mit Wirkung zum 1. April 1897 seine Beförderung zum Oberst und die Ernennung zum Kommandeur des neugebildeten Infanterie-Regiments Nr. 160 in Bonn an. In dieser Stellung erhielt Ferno anlässlich des Ordensfestes im Januar 1899 den Roten Adlerorden III. Klasse mit der Schleife. Am 3. Juli 1899 wurde ihm mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Regimentsuniform der Abschied bewilligt. Wilhelm II. verlieh ihm zu diesem Anlass den Kronen-Orden II. Klasse mit Schwertern am Ringe.
Unter Erteilung der Erlaubnis zum weiteren Tragen seiner Regimentsuniform wurde Ferno am 5. Juli 1900 mit Pension zur Disposition gestellt und er erhielt am 15. September 1905 noch den Charakter als Generalmajor.
Ferno hatte sich am 29. Mai 1890 in Aachen mit Rosa (1845–1928), Tochter des Unternehmers Johann Friedrich Lochner verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Sie war in erster Ehe mit dem preußischen Major Walther Brüggemann (1844–1888) verheiratet gewesen. Die drei Kinder aus dieser Ehe führten den Doppelnamen Brüggemann-Ferno.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ferno, Johannes |
| ALTERNATIVNAMEN | Ferno, Johannes Hermann Wilhelm (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 26. August 1845 |
| GEBURTSORT | Hagen bei Wolin |
| STERBEDATUM | 1. Juli 1926 |
| STERBEORT | Aachen |