John Hill

John Hill

John Hill (* 1714 in Peterborough, Northamptonshire; † 21. November 1775 in London) war ein englischer Apotheker, Arzt, Botaniker und Schriftsteller. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Hill“.

Leben und Wirken

Hill war der vierte Sohn von Theophilus Hill (1680–1746) und dessen Frau Ann Susannah Yorke. Er wurde am 17. November 1714 in St John’s in Peterborough getauft.

Er war ausgebildeter Apotheker und hatte einen Laden in Westminster. Außerdem hatte er einen medizinischen Abschluss aus Edinburgh. Er reiste weit in Großbritannien auf der Suche nach seltenen Pflanzen und erwarb sich einen Ruf für seine aus Naturpflanzen zusammengesetzten Arzneien.

Hills erste Veröffentlichung war eine Übersetzung von Theophrasts De lapidibus (1746).

Hill war Herausgeber des British Magazine (1746–1750) und schrieb zwischen 1751 und 1753 unter dem Pseudonym „The Inspector“ eine tägliche Kolumne für die Zeitung The London advertiser and literary gazette. Neben wissenschaftlichen Werken schrieb er Romane und Schauspiele und wirkte am Supplement von Ephraim Chambers’ Cyclopaedia mit.

Nachdem er sich vergeblich um die Aufnahme in die Royal Society bemühte begann Hill gegen diese mit anonym veröffentlichten Artikeln zu polemisieren. Er war in literarische Streitigkeiten verwickelt (so mit Henry Fielding und David Garrick).

Seine Veröffentlichungen umfassen über 70 Werke. Darunter das umfangreiche botanische Werk The vegetable system (1759–1775) in 26 Bänden mit Abbildungen auf 1600 Kupfertafeln. Dafür erhielt er 1774 den Wasaorden. Es entstand auf Anregung seines Patrons Lord Bute.

Von Hill stammt der erste Bericht (1761) über den Zusammenhang von Krebs und Tabak. Er beobachtete ihn an seinen Patienten (Schnupftabak und Nasenkrebs).

Ehrungen

1761 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Nach ihm wurde die Pflanzengattung Hillia Jacq. aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) benannt.

Schriften (Auswahl)

Philosophical Transactions

Als Herausgeber

Literatur

Ältere

Neuere

Einzelnachweise

  1. ↑ Donald Eugene Redmond: Tobacco and Cancer: The First Clinical Report, 1761. In: New England Journal of Medicine. Band 282, 1970, S. 18–23.
  2. ↑ Mitgliedseintrag von John Hill bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 13. Dezember 2025.
  3. ↑ Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018.
Commons: John Hill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien