John Prieger (* 29. September 1856 in Manchester; † 17. November 1899 in München) war ein deutsch-englischer Gutsbesitzer und Mitglied der Kammer der Abgeordneten.
John Prieger war ein Sohn des Ferdinand Carl Prieger (1821–1887), der als erfolgreicher Kaufmann in Manchester tätig war und sich ein Vermögen erarbeitete, wovon er 1859 von den Freiherren von Hirsch das Schloss Gereuth kaufte. Seine Mutter war Auguste Sophie Banck (1831–1911), eine gebürtige Engländerin. Er war Schüler des Gymnasiums Casimirianum Coburg und war später mit der Verwaltung der elterlichen Güter beschäftigt. Er leistete Militärdienst in der Bayerischen Armee und war dort zuletzt Secondelieutenant. 1888 wurde er im Wahlkreis Bamberg als Vertreter des größeren Grundbesitzes in den Landrath von Oberfranken gewählt und war bei einer Sitzung am 6. November 1898 stellvertretender Sekretär. Er gehörte dem Bayerischen Bauernbund an war am 27. März 1890 Teilnehmer einer Delegiertenversammlung zum Zweck der Förderung der Rindviehzucht in Oberfranken. 1899 hatte er für nur kurze Zeit ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte den bayerischen Landtag bildete. Er starb völlig unerwartet an einem Herzschlag. Sein Bruder Karl Ferdinand (1864–1942) wurde sein Nachfolger.
Johns Großvater war Johann Erhard Prieger (1792–1863), aus dessen Ehe mit Maria Philippina Ackwa (1796–1850) u. a. die Söhne Oscar Eugen (1820–1897, Arzt), Carl (1821–1887, Kaufmann) und Carl Eugen (1831–1892, Bergbauingenieur), Vater des Fritz Prieger, hervorgegangen sind.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Prieger, John |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gutsbesitzer und Landtagsabgeordneter (BBB) |
| GEBURTSDATUM | 29. September 1856 |
| GEBURTSORT | Manchester |
| STERBEDATUM | 17. November 1899 |
| STERBEORT | München |