John T. Bone (* 11. Februar 1947 in Manchester; † 26. Januar 2019 in Butner; eigentlich John Gilbert Bowen) war ein britischer Pornofilm-Regisseur.
John Bowen wuchs in Manchester auf und arbeitete dort als Antiquitätenhändler. 1985 zog er in die Vereinigten Staaten und begann unter dem Pseudonym John T. Bone in der Pornoindustrie zu arbeiten. Sein Pseudonym war ein Wortspiel mit der Bezeichnung „jaunty bone“ („keckiger Knochen“). Zwischen 1985 und 2006 drehte er mehr als 250 Pornofilme. In 44 spielte er selbst mit, wobei er auch in Nicht-Sexszenen zu sehen war. 1991 drehte er den Film Mörderische Spiele mit Frank Stallone.
Er gilt als einer der bekanntesten Regisseure des Genres Gangbang und prägte mit seiner Starbangers-Serie und seinen Arbeiten mit Annabel Chong das Genre. Für World’s Biggest Gang Bang (1995) engagierte er 50 Partner für Annabel Chong und drehte innerhalb von 10 Stunden 251 explizite Sexszenen mit ihr. Der Film machte Chong schlagartig berühmt und gilt als einer der erfolgreichsten Pornofilme. Er wurde unter anderem von Chuck Palahniuk in seinem Roman Snuff aufgegriffen. Ein Interview mit Bone ist im Dokumentarfilm Sex: The Annabel Chong Story (1999) zu sehen, der die Entstehung des Films zum Inhalt hat. 1996 drehte er eine Fortsetzung mit Jasmin St. Claire.
Er arbeitete für verschiedene Studios, darunter Zane Entertainment und Fantastic Pictures. Sein eigenes, mit einem Geschäftspartner gegründetes Pornostudio, Cream Entertainment, bestand zwischen 1997 und 2000. 2001 wurde er in die Adult Video News Hall of Fame aufgenommen.
Er drehte unter anderem in Brasilien und Thailand. 2006 zog er auf die Philippinen, wo er einen Puff und ein Restaurant mit seiner philippinischen Ehefrau führte. Gleichzeitig drehte er weiter Pornofilme in Thailand. Wegen eines illegalen Drehs in der Nähe von Bangkok kam es zu zwei Verhaftungen in Thailand. Er wurde zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt, musste diese jedoch nicht antreten und wurde stattdessen des Landes verwiesen.
Auf den Philippinen wurde etwas später sein Unternehmen geschlossen. Der Vorwurf lautete, dass er minderjährige Frauen beschäftigt hatte, was er bestritt. Stattdessen habe er es versäumt, ausreichend Schmiergeld an die Polizei zu zahlen, so seine Version. Es gelang ihm über die US-amerikanische Botschaft, die Ausreise zu beantragen, und er kehrte in die Vereinigten Staaten zurück. Dort zog er sich aus dem Pornogeschäft zurück und arbeitete als Autohändler für Oldtimer.
2012 wurde er wegen Drogenhandels verhaftet und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Er starb am 26. Januar 2019 an Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem Gefängniskrankenhaus in Butner, North Carolina.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bone, John T. |
| ALTERNATIVNAMEN | Bowen, John (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Pornofilm-Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 11. Februar 1947 |
| GEBURTSORT | Manchester |
| STERBEDATUM | 26. Januar 2019 |
| STERBEORT | Butner |