| Comicserie | |
| Titel | Lucky Luke |
|---|---|
| Autor | Morris René Goscinny Vicq Bob de Groot Xavier Fauche Jean Léturgie Lo Hartog van Banda Guy Vidal Yann Éric Adam Patrick Nordmann Laurent Gerra Daniel Pennac Tonino Benacquista Jacques Pessis Jul |
| Zeichner | Morris Achdé |
| Erstpublikation | 1949 – |
| Ausgaben | 81 |


Lucky Luke (Aussprache meist englisch: [lʌki luːk]; französisch: [lyki lyk]) ist die Titelfigur einer seit 1946 erscheinenden belgischen Comic-Serie des Zeichners Maurice De Bevere alias Morris. Sie ist mit mehr als 30 Millionen verkauften Alben in Deutschland die erfolgreichste Comic-Serie im Alben-Sektor nach Asterix und der bekannteste und erfolgreichste Western-Comic weltweit. Zu seiner Popularität haben neben den Comics auch Kinofilme, Zeichentrickserien und Merchandise-Artikel beigetragen, wobei natürlich eine Wechselwirkung besteht.
Bis 1955 schrieb Morris die Geschichten noch selbst. Danach verfasste René Goscinny die Texte. Seit Goscinnys Tod 1977 wechseln die Autoren. Vor der Albenveröffentlichung erschien die Serie lange Zeit als Fortsetzungen im Magazin Spirou, danach vor allem in Pilote. Die erste deutsche Übersetzung erschien Ende 1958. Der letzte Lucky-Luke-Band von Morris erschien 2002, ein Jahr nach dessen Tod. Seitdem wird die Serie vom Zeichner Achdé gestaltet.
Die Comic-Geschichten handeln von den Abenteuern des einsamen Cowboys Lucky Luke, der im Wilden Westen für Recht und Ordnung sorgt. Dabei hat er es unter anderem mit diversen berühmten oder berüchtigten Wildwest-Legenden („Revolverhelden“), Indianerstämmen, der US-Kavallerie, verfeindeten Clans, schwierigen Siedlern, hitzköpfigen Dampfschiffern und vielen Banditen (aber v. a. den vier Daltons) zu tun. Einige Abenteuer finden auch außerhalb von Texas in anderen US-Bundesstaaten, Mexiko und Kanada statt. Am Ende der meisten seiner Abenteuer reitet Lucky Luke genregemäß auf seinem treuen Pferd Jolly Jumper dem Sonnenuntergang entgegen und singt sein Lied I’m a poor lonesome cowboy and a long way from home.

Morris, Goscinny und die anderen Textverfasser entwarfen ein Lucky-Luke-Universum mit eigenen Regeln, in dem die Figuren orts- und zeitunabhängig agieren. Persönlichkeiten des Wilden Westens, die einander in Wirklichkeit wahrscheinlich nie begegnet sind, treffen in den Geschichten aufeinander und erleben gemeinsame Abenteuer. Selbst wenn man die historischen Hinweise aus Oklahoma Jim beachtet, um damit Lucky Lukes Geburtsjahr zu extrapolieren, muss man erkennen, dass er in anderen Alben zu jener Zeit bereits erwachsen und höchst umtriebig war. So spielt Der singende Draht 1861 und damit zu Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs, die Aussage eines Großvaters in Stacheldraht auf der Prärie hingegen impliziert, dass dieser bereits Jahrzehnte zurückliegt. Viele Abenteuer greifen also historische Begebenheiten oder Figuren auf, ohne sie dokumentarisch wiederzugeben. Meist sind die Geschichten zwischen den 1860er und 1890er Jahren angesiedelt.
In fast jedem Band wird neben den Figuren mit einem realen Hintergrund aus dem Wilden Westen auf Filmschauspieler und Westernfilme angespielt. Oft kann der ganze Plot eines Albums als direkte Parodie auf die berühmtesten Filme des Genres gelesen werden, meist sind die Haupt-Nebenfiguren des Heftes deutlich nach amerikanische Stars gestaltet.


Die erste Lucky-Luke-Geschichte (Arizona 1880, 20 Seiten) erschien am 14. November 1946 im Spirou Almanach 1947. In Belgien und Frankreich wurde Lucky Luke anschließend bis 1968 in dem Magazin Spirou vorveröffentlicht, von 1968 bis 1973 in Pilote, 1974/1975 in seinem eigenen Magazin Lucky Luke, 1975/1976 in Tintin, danach in verschiedenen Publikationen. Im Anschluss daran wurden die Geschichten in Albenform herausgegeben, von wenigen Ausnahmen abgesehen in chronologischer Reihe. Die ersten 31 Alben (bis einschließlich Tortillas pour les Dalton) kamen durchgängig nummeriert im Dupuis-Verlag heraus, die weiteren Alben bis Band 59 (darunter auch die beiden noch bei Dupuis in Spirou veröffentlichten Geschichten La diligence und Le pied-tendre) erschienen unnummeriert bei Dargaud. Ab 1991 (Band 60) fungierte Lucky Productions als Verleger, die Alben seit 2000 (Band 70) erscheinen bei Lucky Comics. Die Fortführung der Reihe ab 2004 mit Achdé als Zeichner läuft unter dem vollständigen Titel Les Aventures de Lucky Luke d’après Morris mit neuer Zählung ab Nr. 1 (La Belle / Province).
Im Hamburger Semrau-Verlag wurden in der Zeitschrift Der heitere Fridolin Geschichten aus den ersten elf Dupuis-Alben erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Darunter befanden sich neben kürzeren frühen Abenteuern auch Des Rails sur la Prairie, Lucky Luke et Phil Defer „Le Faucheux“ und Lucky Luke contre Joss Jamon. Die letztgenannte Geschichte wurde wegen der Einstellung des Magazins nicht mehr vollständig abgedruckt.
Rolf Kauka veröffentlichte ausschließlich Lucky Luke-Material aus Spirou, von Jours de round-up (1950) bis Le pied-tendre (1968). Der Cowboy erschien hier in Fortsetzungen (in Lupo oder Lupo modern, Tip Top, Primo und Fix und Foxi), ummontiert ins Taschenbuch-Format mit teilweise schlechten zeichnerischen Hinzufügungen (in Fix und Foxi Extra und Fix und Foxi super, das ab Nr. 36 als Taschenbuch herauskam) sowie in abgeschlossenen Geschichten in Heft- (Fix und Foxi super TIP TOP) und erstmals Albenform (Fix und Foxi Album). Die meisten Abenteuer wurden bei Kauka zweimal veröffentlicht, in unterschiedlicher Übersetzung. Jolly Jumper hieß in diesen Veröffentlichungen Rosa, Rantanplan Sheriff. Die Titelbilder wurden in der Regel völlig neu gezeichnet, zumindest aber retuschiert, und die Signatur des Zeichners meistens entfernt. Die unzensierte Version der ersten beiden Seiten des Albums Billy the Kid war auf Deutsch lange Zeit nur in der Kauka-Version zu haben (in Fix und Foxi super Tip Top #11), ebenso die Urversion von Grabuge à Pancake Valley (in Fix und Foxi Extra #6, dort allerdings ummontiert), bis sie auch in der Lucky-Luke-Gesamtausgabe veröffentlicht wurde. Häufig werden Kaukas Taschenbuchformatierungen von Lucky Luke heute als Kuriosa bezeichnet, wobei übersehen wird, dass es auch bei Koralle und Carlsen Taschenbuchformatierungen gab.
Ähnlich wie bei Kauka kamen die Abenteuer im Koralle-Verlag als Fortsetzungsgeschichten in der Zeitschrift Zack, im TB-Format (Zack Parade, teilweise erheblich gekürzt) sowie im Album heraus. Da Koralle zunächst nur die Lizenz-Rechte von Dargaud erwerben konnte, erschienen hier zunächst nur die Lucky Luke-Geschichten aus Pilote, so dass Lucky Luke in den Jahren 1972 und 1973 gleichzeitig bei Kauka (das Dupuis-Material, s. o.) und Koralle auf Deutsch erschien. In der Alben-Reihe Zack Comic Box erschienen als Nummern 3, 5 und 7 die drei Abenteuer Dalton City, Chasseur de primes und Le grand duc. Wegen der hohen Nachfrage wurde eine eigene Alben-Reihe mit Lucky Luke abgespalten und beginnend mit Band 4 nummeriert. In den Bänden 11 bis 14 kam die Bezeichnung Zack Album dazu. In den Alben wurden vorwiegend neue Geschichten veröffentlicht, während in Zack auch viel von Kauka bekanntes Material neu übersetzt wurde. Bei den Alben war man bereits um eine sehr gute Darstellung bemüht. Die Übersetzung hatte noch einen gewissen Schliff, ähnlich wie bei Kauka, hielt sich aber schon mehr an das Original. Die Titelblätter bestanden teilweise aus Alternativentwürfen von Morris oder aus vergrößerten Zeichnungen aus dem betreffenden Album. Die Rückseiten einiger Alben enthielten Kurzbiographien von Morris und Goscinny; bei Kauka wurde die ausländische Herkunft dieser Comics in den 1960er Jahren verschleiert. Koralle verlor zunächst die Alben-Rechte an Ehapa (s. u., Band 14 erschien 1976 noch bei Koralle, Ehapa setzte die Serie 1977, die Koralle-Nummerierung übernehmend, ab Band 15 fort). Im Magazin wurde der Comic noch bis 1978 in Zack veröffentlicht, bevor auch hier die Rechte wechselten und die Serie ab 1979 von Yps (s. u.) veröffentlicht wurde.
Seit 1977 erscheinen die Alben bei Ehapa, wo sie bei Bedarf nachgedruckt werden. Anfangs zeichnete noch das Ehapa/Dargaud-Gemeinschaftskonstrukt Delta als Verlag verantwortlich, mit dem Dargaud seine Lizenzserien von anderen Ehapa-Publikationen abgrenzen wollte (ironischerweise veröffentlichte Delta auch Dupuis-Material). Um Missverständnisse im Vertrieb zu vermeiden – die Koralle-Alben waren 1977 noch erhältlich – setzte Ehapa die Nummerierung der Alben bei Nummer 15 fort. Neben den neuen Alben, die unmittelbar nach Verfügbarkeit übersetzt wurden, kamen zwischendurch auch alle alten Alben ab dem 10. von Dupuis heraus, zuzüglich der 14 vormals bei Koralle erschienenen. Die ersten neun Alben kamen zunächst als gebundene Sonderausgaben (Lucky Luke Classics, 1990–1995) und seit 2004 im Rahmen der Gesamtausgabe heraus. Mittlerweile wurden sie teilweise auch in die reguläre Reihe integriert. Die Texte der regulären Alben unterscheiden sich geringfügig von denen aus der Gesamtausgabe oder den Classics.
Etwa 45 Seiten Comic-Material (aus der Zeit von 1950 bis 1988) wurden weder in Frankreich noch in Deutschland in den regulären Alben veröffentlicht. Auf Französisch sind diese Blätter im Buch L’Univers de Morris enthalten, in Deutschland kamen sie in der Gesamtausgabe bei Ehapa zum Abdruck, wo sie chronologisch eingeordnet wurden. Dabei handelt es sich unter anderem um Kurzgeschichten aus Risque-Tout, eine Blattvariante aus Lucky Luke gegen Joss Jamon, das wiedergefundene Blatt 105, Stil-Vergleiche mit anderen Zeichnern oder sonstige Unikate.
Gelegentlich kam es zu Publikationen außerhalb der genannten Verlage (Comic Forum, ein eigenes Lucky-Luke-Magazin mit 15 Ausgaben beim Bastei-Verlag, 16/22-Taschenbücher beim Carlsen Verlag oder Fortsetzungen in Yps und dem neuen Zack, das ab 1999 wieder erschien). Zudem war Lucky Luke Bestandteil von Sammelreihen (Klassiker der Comic-Literatur oder BILD-Comic-Bibliothek).
Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Vergleich der französischen Chronologie mit den deutschen Alben (Nr. 1 bis 14 aus dem Koralle-Verlag, ab Nr. 15 im Ehapa-Verlag).
| Französische Ausgabe | Deutsche Ausgabe | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Band | Titel | Text | Zeichnung | Jahr | Band | Titel | Jahr | Bemerkungen |
| 1 | La mine d’or de Dick Digger | Morris | Morris | 1949 | – | Die Goldmine von Dick Digger | – | |
| 2 | Rodéo | Morris | Morris | 1951 | – | Rodeo | – | |
| 3 | Arizona | Morris | Morris | 1951 | – | Arizona 1880 | – | |
| 4 | Sous le ciel de l’Ouest | Morris | Morris | 1952 | 85 | Texas und kein Ende | 2009 | |
| 5 | Lucky Luke contre Pat Poker | Morris | Morris | 1953 | 87 | Lucky Luke gegen Pat Poker | 2010 | |
| 6 | Hors-la-loi | Morris | Morris | 1954 | 81 | Die Gesetzlosen | 2007 | |
| 7 | L’élixir du docteur Doxey | Morris | Morris | 1955 | 86 | Das Elixier von Doc Doxey | 2010 | |
| 8 | Lucky Luke et Phil Defer | Morris | Morris | 1956 | 83 | Lucky Luke gegen Phil Steel | 2008 | |
| 9 | Des Rails sur la Prairie | René Goscinny | Morris | 1957 | 79 | Die Eisenbahn durch die Prärie | 2006 | |
| 10 | Alerte aux Pieds-Bleus | Morris | Morris | 1958 | 51 | Der falsche Mexikaner | 1987 | |
| 11 | Lucky Luke contre Joss Jamon | René Goscinny | Morris | 1958 | 24 | Lucky Luke gegen Joss Jamon | 1980 | |
| 12 | Les Cousins Dalton | René Goscinny | Morris | 1959 | 21 | Vetternwirtschaft | 1979 | |
| 13 | Le juge | René Goscinny | Morris | 1959 | 31 | Der Richter | 1981 | |
| 14 | Ruée sur l’Oklahoma | René Goscinny | Morris | 1960 | 29 | Auf nach Oklahoma | 1981 | |
| 15 | L’évasion des Dalton | René Goscinny | Morris | 1960 | 17 | Die Daltons brechen aus | 1978 | |
| 16 | En remontant le Mississippi | René Goscinny | Morris | 1961 | 20 | Am Mississippi | 1979 | |
| 17 | Sur la piste des Dalton | René Goscinny | Morris | 1962 | 23 | Den Daltons auf der Spur | 1980 | |
| 18 | À l’ombre des derricks | René Goscinny | Morris | 1962 | 32# | Im Schatten der Bohrtürme | 1982 | |
| 19 | Les rivaux de Painful Gulch | René Goscinny | Morris | 1962 | 26 | Familienkrieg in Painful Gulch | 1980 | |
| 20 | Billy the Kid | René Goscinny | Morris | 1962 | 37 | Billy The Kid | 1983 | |
| 21 | Les collines noires | René Goscinny | Morris | 1963 | 59 | Die schwarzen Berge | ||
| 22 | Les Dalton dans le blizzard | René Goscinny | Morris | 1963 | 25 | Die Daltons im Blizzard | ||
| 23 | Les Dalton courent toujours | René Goscinny | Morris | 1964 | 60 | Die Daltons auf dem Kriegspfad | 1990 | |
| 24 | La Caravane | René Goscinny | Morris | 1964 | 39 | Kalifornien oder Tod | ||
| 25 | La ville fantôme | René Goscinny | Morris | 1965 | 64 | Goldrausch! | ||
| 26 | Les Dalton se rachètent | René Goscinny | Morris | 1965 | 30 | Die Daltons bewähren sich | ||
| 27 | Le vingtième de cavalerie | René Goscinny | Morris | 1965 | 19 | Lucky Luke reitet für die 20er Kavallerie | ||
| 28 | L’escorte | René Goscinny | Morris | 1966 | 44 | Die Eskorte | ||
| 29 | Des barbelés sur la prairie | René Goscinny | Morris | 1967 | 34 | Stacheldraht auf der Prärie | ||
| 30 | Calamity Jane | René Goscinny | Morris | 1967 | 22 | Calamity Jane | ||
| 31 | Tortillas pour les Dalton | René Goscinny | Morris | 1967 | 28 | Tortillas für die Daltons | ||
| 32 | La diligence | René Goscinny | Morris | 1968 | 15 | Die Postkutsche | ||
| 33 | Le pied-tendre | René Goscinny | Morris | 1968 | 16 | Das Greenhorn | ||
| 34 | Dalton City | René Goscinny | Morris | 1969 | 36 | Dalton City | ||
| 35 | Jesse James | René Goscinny | Morris | 1969 | 38 | Jesse James | ||
| 36 | Western-Circus | René Goscinny | Morris | 1970 | 62 | Western Circus | ||
| 37 | Canyon Apache | René Goscinny | Morris | 1971 | 61 | Der Apachen-Canyon | ||
| 38 | Ma Dalton | René Goscinny | Morris | 1971 | 47 | Ma Dalton | 1986 | Erstmals 1972 bei Zack als Band 7 "Lucky Luke und Ma Daltons saubere Früchtchen" erschienen. |
| 39 | Chasseur de primes | René Goscinny | Morris | 1972 | 43 | Der Kopfgeldjäger | ||
| 40 | Le Grand Duc | René Goscinny | Morris | 1973 | 46 | Der Großfürst | ||
| 41 | L’héritage de Ran-Tan-Plan | René Goscinny | Morris | 1973 | 53 | Die Erbschaft von Rantanplan | ||
| 42 | 7 histoires complètes | René Goscinny | Morris | 1974 | 66 | Eine Woche Wilder Westen | ||
| 43 | Le cavalier blanc | René Goscinny | Morris | 1975 | 50 | Der weiße Kavalier | ||
| 44 | La guérison des Dalton | René Goscinny | Morris | 1975 | 54 | Die Daltons und der Psycho-Doc | ||
| 45 | L’empereur Smith | René Goscinny | Morris | 1976 | 57 | Der Kaiser von Amerika | ||
| 46 | Le fil qui chante | René Goscinny | Morris | 1977 | 18 | Der singende Draht | ||
| 47 | Le magot des Dalton | Vicq | Morris | 1980 | 27 | Die Daltons auf Schatzsuche | ||
| 48 | Le bandit manchot | Bob de Groot | Morris | 1981 | 33 | Der einarmige Bandit | ||
| 49 | Sarah Bernhardt | Fauche & Léturgie | Morris | 1982 | 35 | Sarah Bernhardt | ||
| 50 | La corde du pendu | René Goscinny / Vicq / Bob de Groot / Domi / Lodewijk | Morris | 1982 | 42 | Der Galgenstrick | ||
| 51 | Daisy Town | René Goscinny | Morris | 1983 | 40 | Daisy Town | ||
| 52 | Fingers | Van Banda | Morris | 1983 | 41 | Fingers | ||
| 53 | Le Daily Star | Fauche & Léturgie | Morris | 1984 | 45 | Der Daily Star | ||
| 54 | La fiancée de Lucky Luke | Vidal | Morris | 1985 | 48 | Die Verlobte von Lucky Luke | ||
| 55 | La ballade des Dalton et autres histoires | René Goscinny / Morris / Greg | Morris | 1986 | 49 | Die Dalton-Ballade | ||
| 56 | Le ranch maudit | Fauche & Léturgie / Guylouis | Morris | 1986 | 58 | Die Geister-Ranch | ||
| 57 | Nitroglycérine | Van Banda | Morris | 1987 | 52 | Nitroglyzerin | ||
| 58 | L’alibi | Guylouis | Morris | 1987 | 55 | Das Alibi | ||
| 59 | Le Pony Express | Fauche & Léturgie | Morris | 1988 | 56 | Der Pony-Express | ||
| 60 | L’amnésie des Dalton | Fauche & Léturgie | Morris | 1991 | 63 | Gedächtnisschwund | ||
| 61 | Chasse aux fantômes | Van Banda | Morris | 1992 | 65 | Die Jagd nach dem Phantom | ||
| 62 | Les Dalton à la noce | Fauche & Léturgie | Morris | 1993 | 67 | High Noon in Hadley City | ||
| 63 | Le pont sur le Mississippi | Fauche & Léturgie | Morris | 1994 | 68 | Die Brücke am Ol’ Man River | ||
| 64 | Belle Starr | Fauche | Morris | 1995 | 69 | Belle Starr | ||
| 65 | Le Klondike | Yann & Léturgie | Morris | 1996 | 70 | Am Klondike | ||
| 66 | O.K. Corral | Éric Adam & Fauche | Morris | 1997 | 71 | O.K. Corral | ||
| 67 | Marcel Dalton | Bob de Groot | Morris | 1998 | 72 | Marcel Dalton | ||
| 68 | Le prophète | Patrick Nordmann | Morris | 2000 | 74 | Der Prophet | ||
| 69 | L’artiste-peintre | Bob de Groot | Morris | 2001 | 75 | Der Kunstmaler | ||
| 70 | La légende de l’ouest | Patrick Nordmann | Morris | 2002 | 76 | Eine Wildwest-Legende | ||
| 71 | La Belle Province | Gerra | Achdé | 2004 | 77 | Schikane in Quebec | 2004 | |
| 72 | La Corde au cou | Gerra | Achdé | 2006 | 80 | Die Daltons in der Schlinge | 2006 | |
| 73 | L’Homme de Washington | Gerra & Achdé | Achdé | 2008 | 84 | Der Mann aus Washington | 2008 | |
| 74 | Lucky Luke contre Pinkerton | Pennac & Benacquista | Achdé | 2010 | 88 | Lucky Luke gegen Pinkerton | 2010 | |
| 75 | Cavalier seul | Pennac & Benacquista | Achdé | 2012 | 90 | Auf eigene Faust | 2012 | |
| 76 | Les Tontons Dalton | Gerra & Pessis | Achdé | 2014 | 93 | Meine Onkel, die Daltons | 2014 | |
| 77 | La Terre promise | Jul | Achdé | 2016 | 95 | Das gelobte Land | 2016 | |
| 78 | Un cow-boy à Paris | Jul | Achdé | 2018 | 97 | Ein Cowboy in Paris | 2018 | |
| 79 | Un cow-boy dans le coton | Jul | Achdé | 2020 | 99 | Fackeln im Baumwollfeld | 2020 | |
| 80 | L’Arche de Rantanplan | Jul | Achdé | 2022 | 101 | Rantanplans Arche | 2022 | |
| 81 | Un cow-boy sous pression | Jul | Achdé | 2024 | 102 | Letzte Runde für die Daltons | 2024 | |
| 82 | Saint Lucky Luke | Jul | Achdé | 2026 | 103 | Heiliger Lucky! | – | Band erscheint 2026 bei Egmont. |
| Lucky Kid | ||||||||
| K1 | Kid Lucky | Pearce & Léturgie | Pearce | 1995 | 82 | Am Fluss der rosa Biber | ||
| K2 | Oklahoma Jim | Pearce & Léturgie | Pearce | 1997 | 73 | Oklahoma Jim | 1999 | |
| K3 | L’Apprenti cow-boy | Achdé | Achdé | 2011 | 89 | Lucky Kid | 2012 | |
| K4 | Lasso périlleux | Achdé | Achdé | 2013 | 91 | Ein starker Wurf | 2014 | |
| K5 | Statue Squaw | Achdé | Achdé | 2015 | 94 | Martha Pfahl | 2015 | |
| K6 | Suivez la flèche | Achdé | Achdé | 2017 | 96 | Mitten ins Schwarze | 2017 | |
| K7 | Kid ou double | Achdé | Achdé | 2019 | 98 | Volle Fahrt voraus | 2019 | |
| Lucky Luke Hommage | ||||||||
| H1 | L'Homme qui tua Lucky Luke | Matthieu Bonhomme | Matthieu Bonhomme | 2016 | H1 | Der Mann, der Lucky Luke erschoss | 2016 | |
| H2 | Jolly Jumper ne répond plus | Guillaume Bouzard | Guillaume Bouzard | 2017 | H2 | Jolly Jumper antwortet nicht | 2017 | |
| H3 | Wanted Lucky Luke | Matthieu Bonhomme | Matthieu Bonhomme | 2021 | H4 | Wanted | 2021 | |
| H4 | Lucky Luke se recycle | Mawil | Mawil | 2021 | H3 | Lucky Luke sattelt um | 2019 | |
| H5 | Choco-Boys | Ralf König | Ralf König | 2022 | H5 | Zarter Schmelz | 2021 | |
| H6 | Les Indomptés | Blutch | Blutch | 2023 | H6 | Die Ungezähmten | 2024 | |
| H7 | Dakota 1880 | Apollo | Brüno | 2025 | H7 | Dakota 1880 | 2026 | |
| H8 | La longue marche de Lucky Luke | Matthieu Bonhomme | Matthieu Bonhomme | 2026 | H9 | Der lange Marsch | – | Band erscheint 2027 bei Egmont. |
| – | – | Flix | Reinhard Kleist | – | H8 | Die Grimm Brothers | 2026 | |
| Nur in Deutschland erschienene Bände, Teil der Serie & Zusammenstellungen | ||||||||
| – | La Bataille du riz | René Goscinny | Morris | 1969 | 78 | Die Reisschlacht | 2005 | |
| – | – | René Goscinny / Guylouis / Domi / Gerra | Morris / Achdé | – | 92 | Ein Menü mit blauen Bohnen | 2014 | |
| – | – | Morris | Morris | – | 100 | Die Ursprünge – Western von Gestern | 2021 | |
Die Liste ist grundsätzlich chronologisch orientiert. Die Jahreszahlen beziehen sich auf die erste Publikation in Frankreich (vorwiegend in den Magazinen Spirou oder Pilote). Die deutschen Titel von Kauka, Koralle und Ehapa sind angeführt, sofern die Geschichten dort geschlossen und im richtigen Format herausgekommen sind. Deutsche Titel, die sich nicht oder nur wenig vom Originaltitel unterscheiden, sind nicht aufgenommen. In den Bemerkungen – keine Inhaltsangabe (außer bei noch wenig zugänglichem Material) – sind Karikaturen, Vorbilder aus dem Kino, historische Schlussfolgerungen (v. a. solche, die nicht in den Alben zu finden sind), Hinweise auf Zensuren und Fehler in den deutschen Bearbeitungen in einer möglichst knappen Darstellung aufgenommen. Mit den Blatt-Bezeichnungen ist die vom Zeichner angebrachte Nummer (nicht die Seitennummer im Album, welche meist um zwei höher ist) gemeint.
Nach dem Tod von Morris (2002) übernahm Hervé Darmenton, genannt „Achdé“ (französische Aussprache der Initialen: Asch-De), die Rolle als Zeichner des Lonesome Cowboy. Morris hatte sich gewünscht, dass seine Serie fortgesetzt würde. Bereits zuvor hatte er einige Probearbeiten veröffentlicht.
Die Szenaristen dieses Spin-offs waren Jean Léturgie, Xavier Fauche, Bob de Groot und Éric Adam. Co-Zeichner war Michel Janvier, der bei einigen Bänden mehr zeichnete als der Meister selbst. Der vor allem als Kolorist bekannte Vittorio Leonardo (Studio Leonardo) wechselte zwischen Zeichnung und Szenario.
In den Jahren 1994/95 erschien bei Bastei eine monatliche Heftserie mit insgesamt 15 Ausgaben. Die Geschichten dafür schrieb Peter Mennigen in Anlehnung an die TV-Serie. Die Szenarien wurden vorher von Morris genehmigt, unter dessen Namen sie auch erschienen. Die Zeichnungen entstanden im spanischen Studio Ortega.
Diese Mini-Serie um den jungen Lucky Luke entstand 1995 und war vom Kleinen Spirou inspiriert. Als Szenaristen wurden Jean Léturgie und Pearce angegeben, die Zeichnungen teilten sich für die ersten zwei Bände Morris mit Pearce. Hinter dem selbstgewählten, gemeinsamen Pseudonym Pearce verbergen sich als Texter Yann Le Pennetier alias Yann und als Zeichner Didier Conrad. Seit 2012 setzt Achdé die Reihe der Kurzgeschichten um den jungen Luke fort. Zu den Kurzgeschichten schrieb er auch die Szenarien selbst. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland erschien nur der erste Band als eigenständige Publikation, das zweite Abenteuer war in Frankreich eine Beilage eines Lucky-Luke-Albums, in Deutschland Bestandteil der Lucky-Luke-Reihe (Band 73). Der erste Band erschien mittlerweile erneut als Band 82 mit dem Titel Am Fluss der rosa Biber.
Siehe Kommentare zu den Ausgaben s. o. in der Alben-Liste.
Seit Oktober 2003 erscheint in Deutschland in der Ehapa Comic Collection eine Gesamtausgabe (Lucky Luke – Die Gesamtausgabe, zunächst dreimonatlich, nach einem Jahr zweimonatlich, ab Band 26 unregelmäßig), in der alle Geschichten in chronologischer Reihenfolge nachgedruckt werden, darunter auch einige bis dahin noch nie in Deutschland veröffentlichte Geschichten. Die gebundenen Bücher enthalten üblicherweise jeweils drei albenlange Geschichten sowie kurze Artikel mit zusätzlichen Informationen und kommen so auf je etwa 160 Seiten. Das erste Buch dieser Ausgabe enthält Abenteuer aus der Zeit von 1955 bis 1957. Aufgrund von Beschwerden der Fans wurde die von Morris 1975 überarbeitete Kurzgeschichte Dicke Luft in Pancake Valley in der zweiten Auflage durch die Urversion von 1955 ersetzt (im Band 1978–1980 wird von einem „Fehlgriff in der Druckerei“ gesprochen). Der ältere, noch von Morris getextete Stoff aus der Zeit von 1946 bis 1954 wurde später in zwei weiteren Bänden nachgereicht. Die Gesamtausgabe ist nicht nummeriert, sondern orientiert sich an den Jahreszahlen der Erstveröffentlichungen der Alben. Die Gesamtausgabe enthält in ihren fünf jüngsten Bänden bereits Material, das nach Morris' Tod entstand. Nicht enthalten ist der Ableger um Rantanplan, Lucky Kid dagegen schon. Die Serie umfasst bisher die Jahre 1946 bis 2020 und kommt auf 29 Bände mit zusammen ca. 4.700 Seiten.
Seit Anfang 2021 erscheint bei Egmont Ehapa eine neue, zweite Lucky Luke Gesamtausgabe, die chronologisch mit den Comics ab 1946 startete und über einen erheblich umfangreicheren Informationsteil verfügt, verfasst von Christelle und Bernard Pissavy-Yvernault. 2025 erschien der sechste Band.
Im März 2008 veröffentlichten der FÖD Wirtschaft, K.M.B., Mittelstand und Energie (Belgien), die Verbraucherbehörde Consumentenautoriteit (Niederlande) und die Ministerien für Mittelstand, Tourismus, Wohnungswesen, Wirtschaft und Außenhandel (Luxemburg) eine 24-seitige, kostenlose Warnbroschüre zum Thema Betrugsfälle. Sie beinhaltet u. a. zehn Lucky-Luke-Einseiter vom Zeichner Vittorio Leonardo. Die kostenlose Broschüre wurde auf Niederländisch, Französisch und Deutsch gedruckt und war schnell vergriffen. Sie konnte bei der FÖD kostenlos abgerufen werden.
Seit dem 70-jährigen Jubiläum Lucky Lukes erscheinen seit 2016 Hommagen von verschiedenen Künstlern:
Bereits 1989 erschien im Alpha-Comic Verlag die Parodie Rocky Luke, ISBN 978-3-89311-079-7.
Es existieren mehrere Reihen von Hörspielbearbeitungen auf Deutsch:
Es entstanden vier Zeichentrickfilme mit Lucky Luke:
Außerdem entstanden drei Zeichentrickserien mit jeweils 52 Folgen:
Es sind mehrere Videospiele für verschiedene Plattformen erschienen.

2003 erschienen bei der Französischen Post zwei Motive von Lucky Luke zu je 0,46 Euro. Eine davon war ein Briefmarkenblock und hatte einen 0,09-Euro-Zuschlag.
Am 15. Oktober 1990 brachte die belgischen Post eine Lucky-Luke-Briefmarke zu 10 Franc heraus. Am 17. September 2012 erschien eine weitere Marke von Lucky Luke und Jolly Jumper. 2015 gab es ein Markenheft mit 10 verschiedenen Motiven aus den Lucky-Luke-Comics bei der belgischen Post.
2009 erschien eine 10-Euro-Sondermünze mit den Motiven von Lucky Luke und den Daltons. 2021 brachte die Monnaie de Paris zum 75-jährigen Jubiläum von Lucky Luke eine 10-Euro-Silbermünze, eine 50-Euro-Silbermünze und eine 100-Euro-Goldmünze heraus.
Der Schauraum: comic + cartoon in Dortmund widmet Lucky Luke eine Ausstellung anlässlich des 80. Jahrestags der Erstveröffentlichung eines Lucky-Luke-Comics (2025–2026). Im Museum für Kommunikation Berlin sind in der Ausstellung Lucky Luke. Morris' einsamer Westernheld 80 Originalwerke nebst Objekten aus der Geschichte der Kommunikation zu sehen (Oktober 2026 bis März 2027).