
Jono Bergmann und Benji Bergmann sind österreichische Filmregisseure, Drehbuchautoren und Filmproduzenten. Die Brüder arbeiten überwiegend gemeinsam als Regieduo. Zu ihren Regiearbeiten zählen die Dokumentarfilme Mau (2021), Wirecard – Die Milliarden-Lüge (2021) und Noga (2026). Den animierten Dokumentarfilm Camp Confidential: America’s Secret Nazis (2021) initiierten, entwickelten und produzierten sie.
Jono Bergmann studierte Theater an der New York University, Benji Bergmann Journalismus an der Columbia University in New York. Gemeinsam gründeten die Brüder die Produktionsfirma Babka.
Mit Mau porträtierten sie den kanadischen Designer Bruce Mau. Der Film war ihr Langfilmdebüt und hatte 2021 beim South by Southwest (SXSW) seine Weltpremiere. Anschließend wurde er unter anderem beim CPH:DOX, bei Hot Docs und beim Tallinn Black Nights Film Festival gezeigt. 2022 kam Mau in den USA in die Kinos.
Ebenfalls 2021 realisierten die Brüder den Dokumentarfilm Wirecard – Die Milliarden-Lüge über den Wirecard-Skandal. Beide zeichneten für Buch und Regie verantwortlich und waren als Produzenten beteiligt. Die Dokumentation wurde unter anderem für den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis und den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert. 2022 erhielten Jono und Benji Bergmann für die Regie des Films den Blauen Panther – TV & Streaming Award in der Kategorie Information/Journalismus.
Jono und Benji Bergmann initiierten außerdem den animierten Dokumentarfilm Camp Confidential: America’s Secret Nazis (2021), nachdem sie auf die Geschichte des geheimen US-Militärlagers P.O. Box 1142 gestoßen waren. Sie entwickelten und produzierten das Projekt und führten die für den Film gedrehten Interviews mit den beiden damals noch lebenden Zeitzeugen Peter Weiss und Arno Mayer. Regie führten die israelischen Filmemacher Daniel Sivan und Mor Loushy. Der Film wurde auf Netflix veröffentlicht und gelangte auf die 15 Filme umfassende Shortlist für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm. Er wurde außerdem bei den Critics Choice Documentary Awards als Best Short Documentary nominiert und erhielt 2022 zwei Nominierungen bei den News & Documentary Emmy Awards in den Kategorien Outstanding Graphic Design and Art Direction: Documentary und Outstanding Music Composition.
2026 folgte der Dokumentarfilm Noga über die Musikerin Noga Erez und ihren musikalischen und privaten Partner Ori Rousso. Die Dreharbeiten begannen 2021 und begleiteten Erez und Rousso über mehrere Jahre bei ihrer musikalischen Arbeit und in ihrem Privatleben. Der Film hatte beim Tribeca Festival 2026 seine Weltpremiere. Anschließend wurde er im Wettbewerb CineCoPro des Filmfests München gezeigt. Der Kinostart ist für den 13. August 2026 in Deutschland und den 21. August 2026 in Österreich angekündigt.
Regie und Drehbuch
Produktion