Jorge Navarrete (Humorist)

Jorge Omar „Chino“ Navarrete Maldonado (* 12. März 1950 in Los Andes; † 19. Juli 2022 in Santiago de Chile) war ein chilenischer Humorist, Psychologe und Fernsehmoderator.

Leben und Werk

Er war Mitglied der „Juventudes Radicales Revolucionarias“ (JRR); während der Pinochet-Diktatur war er deshalb in Valparaíso als politischer Gefangener inhaftiert, er wurde in das Lager Pisagua verschleppt und gefoltert; diese „Hölle“ mit Folterungen und Scheinhinrichtungen musste er 40 Tage lang erleiden.

Sein Debüt in der Comedy-Welt gab er am 10. Dezember 1985 in der Sendung „Festival de la Una“. Im Sommer 1986 trat er in mehreren großen Fernsehshows des chilenischen Fernsehens auf, wodurch er zu einem festen Bestandteil der Fernsehlandschaft wurde. Er trat unter anderem beim „Festival del Huaso de Olmué“ und beim „Festival Internacional de la Canción de Viña del Mar“ auf. Auch hatte er mit seiner Rubrik „Alegría 86“ Auftritte bei die Samstagabendshow „Sábado Gigante“ auf Televisión Nacional de Chile (TVN). Im Jahr 1991 moderierte er gemeinsam mit Paulina Nin de Cardona die Sendung „De buen humor“, die auf dem Sender TVN ausgestrahlt wurde. 1996 war er Co-Moderator der Sendung „Sal y pimienta“ auf dem Sender Mega.

Neben seiner komödiantischen Karriere studierte er Psychologie. 2011 schloss er an der Universidad de Chile (Standort Valparaíso) sein Psychologiestudium ab; zudem absolvierte er Studien in Philosophie und Sprecherziehung. Aus diesen Studien zog er oft Lebensweisheiten für seine Shows. Nach seinem Rückzug aus dem Showgeschäft widmete er sich dem Halten von Motivationsvorträgen.

Privates

Er war verheiratet mit Marta Riderelli. Aus der Ehe stammen die Töchter Almendra und Rocío. Über zehn Jahre lang kämpfte er gegen seinen Alkoholismus und Drogenkonsum. 2016 gaben ihm die Ärzte aufgrund eines fortgeschrittenen Prostatakarzinoms nur noch drei Monate zu leben, doch er überlebte die Krankheit. Vor seinem Tod befand er sich nach einem häuslichen Unfall (Bruch der Wirbelsäule und auch eines Oberschenkelknochens) auf der Intensivstation des „Hospital del Salvador“. Er verstarb hier im Alter von 72 Jahren an einem Multiorganversagen während einer Operation.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Leonardo Pérez: “Yo me he muerto muchas veces en mi vida”: las mil batallas de Jorge “Chino” Navarrete auf La Cuarta, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  2. ↑ Marcelo Silva: Muere a los 72 años el emblemático humorista nacional Jorge "Chino" Navarrete auf Emoltv, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  3. ↑ Bernardita Villa: Los duros relatos de Jorge ’Chino’ Navarrete sobre su detención en Pisagua tras Golpe de Estado auf biobiochile.cl, abgerufen am 31. Oktober 2026.
  4. ↑ Camilo Suazo: Patricia Maldonado contó que Jorge Navarrete "murió en el pabellón" y desmintió mala relación con él auf biobiochile, abgerufen am 31. Oktober 2026.