Josef B. Heisler (Pseudonyme: Jan Čech, Kurt Hausner, J. Bernard Hutton, Joe B. Hutton) (* 7. Juli 1911 in Chrast, Österreich-Ungarn; † 1982) war ein tschechoslowakischer und englischer Journalist und Schriftsteller.
Josef Heisler studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Das Mitglied des Zentralkomitees der Komunistická strana Československa (KSČ) arbeitete für eine tschechische kommunistische Zeitung in Prag. 1934 ging er nach Moskau, um vier Jahre an der Internationalen Lenin-Schule zu verbringen und an der Abendzeitung Vechernyaya Moskva mitzuarbeiten. 1939, als die Tschechoslowakei besetzt wurde, floh Heisler nach London und diente später, nachdem er seinen Namen in „Joe Bernard Hutton“ anglisiert hatte, als Presseattaché in der tschechoslowakischen Exilregierung von Jan Masaryk. Er sagte sich vom Kommunismus los und stellte zwischen 1943 und 1971 unter verschiedenen Namen und zum Teil mit einem Co-Autor einerseits sein Wissen über sein Heimatland, andererseits die Kenntnisse über die sowjetischen Macht-Mechanismen seinen neuen Landsleuten in Buchform zur Verfügung. Während er in School for Spies von 1961, dem ersten Buch zum Thema Spionage, noch einigermaßen faktenorientiert berichtete, basierte seine neun Jahre später erschienene Fallsammlung Women Spies (beziehungsweise Women in Espionage) auf zweifelhaften Quellen und eigener Ausschmückung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heisler, Josef |
| ALTERNATIVNAMEN | Heisler, Joseph; Čech, Jan (Pseudonym); Hutton, J. Bernard (Pseudonym); Hutton, Joe B. (Pseudonym); Heisler, J.B. Heisler (Pseudonym); Hausner, Kurt (Pseudonym); Hutton, Joseph Bernard |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechoslowakischer und englischer Autor |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1911 |
| GEBURTSORT | Chrast |
| STERBEDATUM | 1982 |