Joseph Green (Autor)

Joseph Lee Green (* 14. Januar 1931 in Compass Lake, Jackson County, Florida; † 20. Februar 2026) war ein US-amerikanischer Science-Fiction-Autor und Wissenschaftsredakteur, der 31 Jahre bei der NASA im John-F.-Kennedy-Raumfahrtzentrum arbeitete.

Leben

Green war der Sohn von Francis Marion Green and Mattie Green, geborene Carlisle. Er studierte an der University of Alabama, wo er mit dem Bachelor abschloss. Nach seinem Studium arbeitete von 1949 bis 1951 er als Labortechniker für International Paper in Panama City, danach als Werkstattarbeiter, Schweißer und Maschinenschlosser bei der Einrichtung von Abschussbasen für Bomarc- und Minuteman-Raketen. Von 1959 bis 1963 arbeitete er für Boeing und ab 1965 war er technisch-wissenschaftlicher Redakteur bei der NASA am Kennedy Space Center in Florida, zuletzt war er dort stellvertretender Leiter des Education Office, in dem wissenschaftliche Informationen der NASA für die Öffentlichkeit populär aufbereitet wurden. Ende der 1990er Jahre wurde er pensioniert.

1951 heiratete er Juanita Henderson, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte und von der er 1975 geschieden wurde. Im gleichen Jahr heiratete er Patrice Milton, mit der er zwei Töchter hatte.

Seine erste Kurzgeschichte The Engineer erschien 1962 in dem SF-Magazin New Worlds. Green veröffentlichte über 70 Kurzgeschichten und sechs Romane. Sein bekanntester Roman ist Gold the Man (1971, auch als The Mind Behind the Eye erschienen, deutscher Titel Der schlafende Gigant), der vom Krieg der Menschen mit den Hilt-Sil handelt, einer Rasse 100 Meter großer humanoider Riesen. Einer der Riesen wird gefangen und Gold, ein Übermensch mit erweitertem Neocortex wird in seinem Kopf installiert und kann so auf der Heimatwelt der Hilt-Sil seine Beobachtungen machen. Diese Welt wird als ein friedfertiges Utopia geschildert, die allerdings durch die drohende Zerstörung ihrer Sonne bedroht ist.

Häufiges Thema in Greens SF ist die Begegnung mit außerirdischen Intelligenzen. Seine Aliens sind dabei keine Horrorgestalten, die an primitive Ängste appellieren, sondern nur fremde Kreaturen, die es zu verstehen gilt. Dieser positive Ansatz der gewaltfreien Konfliktlösung zu Zeiten des Kalten Kriegs, in denen seine Romane entstanden, gibt Greens Romanen und Erzählungen eine sympathische Anmutung.

Ein Großteil von Greens frühen Kurzgeschichten erschien gesammelt in An Affair with Genius (1969). Seine Kurzgeschichte The Decision Makers wurde 1966 für den Nebula Award nominiert. Ab 1989 publizierte Green auch mehrere Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Francis Marion Soty. Ab 2002 erschienen Kurzgeschichten Greens auch in Onlinemagazinen.

Bibliographie

Romane
Sammlungen
Kurzgeschichten

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ethos Memorial: Joseph Lee Green. In: Ethos Memorial. Abgerufen am 16. März 2026 (englisch).
  2. ↑ Biographie (Memento vom 14. März 2016 im Internet Archive) auf greenhousescribes.com, abgerufen am 6. März 2018.
  3. ↑ Bibliographie (Memento vom 14. März 2016 im Internet Archive) auf greenhousescribes.com, abgerufen am 6. März 2018.