Josef Hafellner (* 1951 in Leoben) ist ein österreichischer Flechtenkundler und Mykologe an der Universität Graz. Sein botanisch-mykologisches Autorenkürzel lautet „Hafellner“.
Josef Hafellner studierte an der Universität Graz unter anderem bei Josef Poelt, schloss 1975 das Biologiestudium mit Magister ab, und promovierte 1978 mit einer Monographie über die Pilzgattung Karschia. 1983 folgte die Habilitation mit einer Monographie über die Flechtengattung Letrouitia. Er war Dozent und später ao. Professor für Systemtarische Botanik und Geobotanik an der Universität Graz. 2016 ging er in den Ruhestand.
Josef Hafellner forschte vor allem in der Systematik der Flechten und beschrieb mehrere neue Familien wie die Schaereriaceae, Dactylosporaceae, Rhizocarpaceae und Sarrameanaceae und Arten wie Tephromela atra. Er war auch führend in der Flechtenfloristik der Ostalpen. Er baute am Herbarium der Universität Graz eine Sammlung flechtenparasitischer und lichenicoler, also auf Flechten lebenden Pilzen auf. 2016 erhielt er die Acharius-Medaille der International Association for Lichenology.
Nach Fellner wurden folgende Gattungen benannt:
Auch Arten wie Caloplaca hafellneri oder Xanthoria hafellneri wurden ihm zu Ehren benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hafellner, Josef |
| ALTERNATIVNAMEN | Hafellner, Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Mykologe |
| GEBURTSDATUM | 1951 |
| GEBURTSORT | Leoben |