| Stadtgemeinde Leoben | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Leoben | |
| Kfz-Kennzeichen: | LE | |
| Fläche: | 107,77 km² | |
| Koordinaten: | 47° 23′ N, 15° 6′ O | |
| Höhe: | 541 m ü. A. | |
| Einwohner: | 24.455 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 227 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 8700, 8792 | |
| Vorwahl: | 03842 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 11 08 | |
| NUTS-Region | AT223 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Erzherzog Johann-Straße 2 8700 Leoben | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Kurt Wallner (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (31 Mitglieder) |
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| Lage von Leoben im Bezirk Leoben | ||
Leobener Innenstadt, in der Murschleife gelegen | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Leoben [] ist eine Stadtgemeinde im österreichischen Bundesland Steiermark und mit 24.455 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) nach der Landeshauptstadt Graz dessen zweitgrößte Stadt. Bezirks- und Landesgericht sowie die Bezirkshauptmannschaft des gleichnamigen Bezirkes haben hier ihren Sitz. Zudem befindet sich die Montanbehörde Süd in Leoben.
Die Stadt hat eine lange Tradition im Berg- und Hüttenwesen. Mit einem Werk der Voestalpine im Stadtteil Donawitz ist sie einer der bedeutendsten Standorte der österreichischen Eisen- und Stahlindustrie. Sie ist das Zentrum des obersteirischen Industrieraums und Sitz der Montanuniversität.
Leoben liegt im oberen Murtal, rund acht Kilometer östlich von Sankt Michael in Obersteiermark und 15 Kilometer westlich von Bruck an der Mur. Der alte Stadtkern wurde in der Murschleife begründet, einer Flussschlinge knapp unter der Mündung des von Nordwesten kommenden Vordernberger Baches. Damit bildet die Stadt den südlichen Ausgangspunkt der österreichischen Eisenstraße. Heute erstreckt sie sich auf beiden Seiten des Flusses bis an die Bergflanken. Diese sind im Norden die Ausläufer des Hochschwabs, im Süden die Abhänge der Gleinalpe und im Westen die Ausläufer der Eisenerzer Alpen.
Die Fläche der Stadtgemeinde beträgt rund 108 km², wovon knapp 79 % bewaldet sind. Der tiefstgelegene Punkt in der Stadt liegt auf 515 m Seehöhe, der höchstgelegene Punkt ist der Gipfel des Wetterkogels der Hochalpe (Hochalm) auf 1643 m im äußersten Südosten des Stadtgebietes.
Leoben gliedert sich in sechs Ortschaften bzw. Stadtteile (Bevölkerung Stand 1. Jänner 2026):
Die Stadt besteht aus zehn Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):
In der Gemeinde Leoben existieren mit Stand 2020 insgesamt 249 Straßen. 2018 wurden die Resultate einer kritischen Prüfung vorgestellt: Drei Namen gehen auf „nationalsozialistisch belastete“ Persönlichkeiten zurück (Ottokar Kernstock, Hans Kloepfer und Friedrich Mayer-Beck). In Absprache mit Opferverbänden wurden Erläuterungstafeln in den betroffenen Straßen in Leitendorf bzw. Göss angebracht.

Im Stadtgebiet gibt es sieben Parkanlagen mit einer Gesamtfläche von rund 6,4 Hektar. Die größten Parks mit einer Fläche von jeweils rund 2,5 Hektar sind der Stadtpark (auch Glacis genannt) und der Augarten (auch einfach Au oder aufgrund des nahegelegenen Asia Spa auch Asia-Spa-Park genannt). Weitere Parks sind der Gärnerpark mit rund 4800 m², der Pestalozzipark mit etwa 4000 m², der Park des Eggenwald’schen Gartenhauses mit rund 2000 m², der Peter-Tunner-Park mit ungefähr 1500 m² sowie der etwa 1300 m² große Jakobipark. Außerdem gibt es zahlreiche nicht namentlich bezeichnete Grünflächen, vor allem entlang der Mur, sowie rund 20 Hektar städtischen Wald, wie etwa am Maßenberg oder am Kalvarienberg.
Im Gemeindegebiet überwiegen besonders im Süden große bergige Waldflächen außerhalb der Siedlungsgebiete in den Tallagen.
| St. Peter-Freienstein | Trofaiach | Proleb Niklasdorf |
| Bruck an der Mur (Bez. Bruck-Mürzzuschlag) | ||
| St. Michael in Obersteiermark | Übelbach (Bez. Graz-Umgebung) | Frohnleiten (Bez. Graz-Umgebung) |
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Klimatabelle für Leoben (Mittelwerte 2013–2025)
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Leoben (ID 13312), Mittelwerte 2013–2025, aufbereitet von Tauernwetter Forschung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die erste Nennung des Namens „Liupina“ findet sich in einer Schenkungsurkunde von König Ludwig dem Kind an den Gaugrafen Aribo II., Graf zu Göss-Schladnitz, im Jahr 904. Eine Siedlung unter dem Namen „Forum Liuben“ wurde erstmals im Jahr 1173 genannt, diese befand sich rund um die Jakobikirche am Fuß der Maßenburg. Ab 1261 wurde unter König Ottokar II. die Stadt nordwärts an die jetzige Stelle der Altstadt in der Murschleife verlegt, mit quadratischem Grundriss und einer Befestigungsmauer, deren nordwestliche Eckbefestigung die einstige „Burg“ an der Stelle des heutigen Rathauses und deren nordöstliche Ecke das Dominikanerkloster bildete. In die Zeit der Verlegung fällt auch die Verleihung des Stadtrechts. 1314 findet sich die erste Erwähnung als Eisenhandelsplatz („Raueisenverlagsort“).

Im Jahr 1480 wurde beim Türkensturm die „Waasenvorstadt“ im Westen in Brand gesteckt, auch die dortige Kirche „Maria am Waasen“ fiel dem Feuer zum Opfer.
In den Wirren von Reformation und Gegenreformation diente die Stadt im Jahr 1525 als wichtiger Stützpunkt zur Niederschlagung des Knappenaufstandes im Ennstal und rund um Schladming. Trotzdem trat die Stadt 1572 am Brucker Ausschusslandtag offiziell dem Augsburger Bekenntnis bei, was jedoch nur bis 1613 von Bestand war. In diesem Jahr begann die Rekatholisierung; der Jesuitenorden gründete eine Niederlassung in Leoben. 1620 eröffnete er in der einstigen Burg eine Lateinschule und errichtete 1660–1665 die Kirche St. Xaver. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Schule geschlossen. Von 1786 bis 1808 gab es, nach der Verlegung des Admonter Stiftsgymnasiums nach Leoben, wieder ein Gymnasium, das jedoch im ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht war.

Im Jahr 1797 trafen sich französische und österreichische Gesandtschaften in Leoben. Dort schlossen Napoleon und die Vertreter Österreichs den Vorfrieden von Leoben. 1805 wurde die Stadt von den durchziehenden Franzosen besetzt.
Von etwa 1782 bis 1859 war die Stadt Zentrum des Bistums Leoben und damit Bischofssitz. 1859 erfolgte die Vereinigung mit der Diözese Graz-Seckau.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab es eine langsame, aber stetige Weiterentwicklung. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnten sich zahlreiche Betriebe in Leoben etablieren.

Im Jahr 1939 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Göss und Donawitz eingegliedert, wodurch sich die Einwohnerzahl der Stadt verdreifachte.
Schwierige wirtschaftliche Zeiten musste die Stadt in den 1960er (Schließung des Kohlebergbaus Seegraben) und 1980er Jahren (Einschränkung der Eisen- und Stahlproduktion in der Hütte Donawitz) überstehen. Mit einer wirtschaftlichen Umorientierung wurde die Krise bewältigt:
| Leoben: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 11.062 | |||
| 1880 | 14.129 | |||
| 1890 | 17.900 | |||
| 1900 | 25.529 | |||
| 1910 | 29.462 | |||
| 1923 | 32.535 | |||
| 1934 | 31.112 | |||
| 1939 | 33.471 | |||
| 1951 | 35.653 | |||
| 1961 | 36.259 | |||
| 1971 | 35.598 | |||
| 1981 | 31.989 | |||
| 1991 | 28.897 | |||
| 2001 | 25.804 | |||
| 2011 | 24.598 | |||
| 2021 | 24.132 | |||
| 2026 | 24.455 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||








In Leoben sind mehrere Musik- und Kulturvereine ansässig:
Ehemals in Leoben ansässiger Verein:



Bei der Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria mit Stichtag 31. Oktober 2021 wurden in Leoben 1 559 Arbeitsstätten (darunter elf mit mehr als 100 und 7 mit mehr als 500 Beschäftigten) mit insgesamt 17.986 Beschäftigten gezählt.
In Leoben befindet sich das Justizzentrum Leoben sowie das Bezirks- und Landesgericht Leoben.
Als Sicherheitsbehörde für die Stadt fungiert die Landespolizeidirektion Steiermark über ihre Außenstelle, das Polizeikommissariat Leoben. Leoben ist damit, neben Schwechat, die einzige Nicht-Statutarstadt, deren Sicherheitsverwaltung von der Landespolizeidirektion besorgt wird. Der LPD beigegeben als Dienststelle des Wachkörpers für das Stadt- und Bezirksgebiet ist das Stadt- und Bezirkspolizeikommando Leoben, welches in der Stadt über zwei Polizeiinspektionen und eine Verkehrsinspektion verfügt. Da die Sicherheitsverwaltung nicht durch die Bezirkshauptmannschaft besorgt wird, hat Leoben das vom restlichen Bezirk abweichende Kennzeichenkürzel LE.

Leoben war von 1854 bis zu deren Auflösung im Jahr 1999 Sitz der Berghauptmannschaft Leoben. Deren Agenden wurden der zunächst dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und später dem Finanzministerium unterstellten Montanbehörde Süd übertragen, die eine Außenstelle in Leoben unterhält.
In Leoben ist das Lokalradio Grün Weiß (Firmenbezeichnung Radio – TV Grün Weiß BetriebsGmbH Nfg. KG) beheimatet. Die Kleine Zeitung betreibt eine Lokalredaktion mit Standort am Leobener Hauptplatz. Auch MeinBezirk betreibt eine Lokalredaktion in Leoben, die sich in der Nähe des „Schwammerlturms“ befindet. Außerdem ist der Regionalsender HiWay TV unter anderem in Leoben tätig.


An der Bahnstrecke Bruck an der Mur–Leoben gelegen, ist der Bahnhof Leoben Hauptbahnhof eine wichtige Drehscheibe für den Eisenbahnverkehr. Hier zweigt die Erzbergbahn nach Hieflau ab, die im Personenverkehr aber nicht mehr regulär verkehrt.
Leoben Hauptbahnhof ist Systemhalt der Railjet-Linien Wien–Villach, der Eurocity- und Euronight-Linien Graz–Zürich und der Intercity-Linie Graz–Bischofshofen–Salzburg/Innsbruck sowie Graz–Linz. Allerdings sollen ab dem Jahr 2026 die Fernzüge Wien–Villach über die Koralmbahn geführt werden und somit nicht mehr nach Leoben kommen.
Die Ende 2021 eröffnete Bahnhaltestelle Leoben Lerchenfeld bindet den Stadtteil Lerchenfeld an die S-Bahn S8 an.
Leoben liegt an der Semmering Schnellstraße S 6 sowie an der Leobener Straße B 116 und ist über die wenige Kilometer lange B 115a mit der Eisenstraße B 115 verbunden.
Zwischen 1949 und 1973 deckte der Oberleitungsbus Leoben die Hauptlinien des innerstädtischen Verkehrs ab; er wurde durch Omnibusse ersetzt.
Als Industriestadt ist Leoben traditionell sozialdemokratisch dominiert. Nach der Gemeinderatswahl vom 23. März 2025 stellt die SPÖ die stärkste Fraktion im Gemeinderat und mit Kurt Wallner den Bürgermeister. Die bis dahin gehaltene absolute Mehrheit im Gemeinderat ging jedoch verloren.
Vizebürgermeister sind Birgit Sandler (SPÖ) und Florian Wernbacher (FPÖ). Neben dem Bürgermeister und den Vizebürgermeistern gehören Willibald Mautner (SPÖ), Walter Reiter (Bürgerliste Walter Reiter), Gerd Krusche (FPÖ) und Reinhard Lerchbammer (ÖVP) dem siebenköpfigen Stadtrat an.
Im Gemeinderat sind sechs Fraktionen vertreten:
Nach der Wahl wurde eine Dreierkoalition aus SPÖ, Bürgerliste und Grünen gebildet. Im März 2026 verließ die Bürgerliste die Koalition, seitdem gibt es das sogenannte Freie Spiel der Kräfte.



Das Wappen von Leoben ist seit dem Mittelalter in Verwendung und geht auf Legenden vom „Eisen fressenden Strauß“ zurück. Man dachte, dass der Strauß ein eisenfressendes Tier sei. Da Leoben zu dieser Zeit für Eisen und Stahl bekannt war, wurde er ins Wappen aufgenommen. Die älteste Darstellung des Stadtwappens findet sich auf dem Siegel einer Urkunde aus dem Jahr 1298.
Das Gemeindewappen wurde mit Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Mai 2018 mit Wirkung vom 10. Juni 2018 wiederverliehen.
Die neue Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:
Die Stadtflagge hat zwei Streifen in den Farben Weiß-Rot mit dem Wappen.
1994 schloss Leoben eine Städtepartnerschaft mit der chinesischen Millionenstadt Xuzhou. Der 2008 errichtete chinesische Torbogen im Augarten ist ein Geschenk der Partnerstadt. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf Bereiche wie Studentenaustausch, den gegenseitigen Besuch von Delegationen und einen gemeinsamen Auftritt bei der Expo 2010 in Shanghai. Der Botschafter der Volksrepublik China in Österreich, Zhao Bin, besuchte Leoben im Jahr 2016. Für die ethnologische Ausstellung „China – Verborgene Schätze“ (1998) in der Kunsthalle Leoben stellte Xuzhou viele Exponate zur Verfügung.

















