Herbert Lerchegger (* 1949 in Leoben) ist ein österreichischer Künstler und Kunstpädagoge.

Herbert Lerchegger wurde 1949 in Leoben geboren, wo er auch aufwuchs und Teile seiner Schulausbildung absolvierte. Seine Matura machte er im Schuljahr 1967/68 am Realgymnasium des Benediktinerstifts St. Paul in St. Paul im Lavanttal. Ab 1975 führte er Ausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen zumeist mit der zentralen Thematik „Mensch und Landschaft“ durch und stellte dabei nicht nur im In- sondern auch im Ausland aus. Zusammen mit Derry Grey (eig. Dieter Rudelsdorfer), dem Bandleader der Gruppe Okemah, war Lerchegger ab den frühen 1980er Jahren der Herausgeber des Kulturmagazins Pegasus, das später als Beilage Schauplatz der Obersteirischen Zeitung fortgeführt wurde.
In späteren Jahren absolvierte er die Akademie der bildenden Künste in Wien und gehörte hier von 1983 bis 1987 der Meisterklasse für Malerei bei Anton Lehmden an. Ab seinem Abschlussjahr 1987 war er bis zu seiner Pensionierung 2014 neben seiner künstlerischen Laufbahn als Bildnerischer Erzieher am BG/BRG Leoben tätig. Zu seinem Œuvre zählen unter anderem Landschaftsaquarelle, Ölbilder, aber auch Acrylmalereien mit ausdrucksvollen Körperformationen. Daneben trat er auch als Bildhauer in Erscheinung. Seine Werke wurden nicht nur im In- und Ausland gezeigt, sondern unter anderem auch von der Republik Österreich angekauft. Für sein umfangreiches Schaffen als Künstler und Kunstpädagoge wurde er im Jahr 2001 mit dem mit 50.000 Schilling dotierten Kulturpreis der Stadt Leoben des Jahres 2000 ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er auch den Pädagogischen Panther, die höchste Auszeichnung für Schulen und Personen des Bildungswesens im Land Steiermark.
Anlässlich der Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Österreich 2006 in Kapfenberg steuerte Lerchegger mit seinem 120 × 90 cm großen Acrylbild auf Aluminium „Körper in Bewegung“ das offizielle Sujet der Spiele bei. Das Gemälde mit einem damaligen Wert von 7.000 Euro wurde in weiterer Folge zugunsten eines wohltätigen Zwecks versteigert. Hiervon wurden auch verschiedene Drucke angefertigt; außerdem wurde das Bild als Briefmarke herausgegeben. Im Jahr 2008 wurde das von Lerchegger geschaffene Denkmal an Koloman Wallisch – ein 4,10 Meter hoher und 18 Tonnen schwerer Gesteinsblock – am neu benannten Koloman-Wallisch-Platz vor dem Osteingang des LCS (dem einstigen Kreisgericht) enthüllt. Die darauf angebrachte Erinnerungstafel aus grauem Marmor befand sich einst im ehemaligen Galgenhof des Kreisgerichts, der zugleich die Außenseite der Apsis der ehemaligen Dominikanerkirche bildete und in dem Wallisch 1934 hingerichtet worden war.
Unter Lercheggers Beteiligung gewann das BG/BRG Leoben Neu mit dem Umweltschutzprojekt Protect Egyptian Nature im Jahr 2009 den Preis des Ägyptischen Fremdenverkehrsamtes. Ebenfalls 2009 zeigte sich Lerchegger für die Gestaltung des Haupteingangstores der Bezirkshauptmannschaft Leoben mit der Anbringung der Wappen der damals noch 19 Gemeinden des Bezirks verantwortlich. 2017 war er etwa an der 2. Erzbiennale beteiligt. Anlässlich des 30. Oberlandler Kirchtags steuerte Lerchegger im Jahr 2019 eine von ihm gestaltete Schützenscheibe mit Leobener Motiven bei. Bei lokalen Theaterproduktionen – unter anderem auch im Stadttheater Leoben – zeigte sich Lerchegger des Öfteren für das Bühnenbild verantwortlich. Weiters gestaltete Lerchegger die 18 Kilogramm schwere Skulptur des Leobener Straußes, die alljährlich im Rahmen der sogenannten Straußgala von der Faschingsgilde Leoben vergeben wird.
Herbert Lerchegger lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Leoben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lerchegger, Herbert |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Künstler und Kunstpädagoge |
| GEBURTSDATUM | 1949 |
| GEBURTSORT | Leoben, Österreich |