Joseph Thaler (* 12. April 1845 in Ichenhausen; † 11. Februar 1911 in München) war ein deutscher Landwirt und Mühlenbesitzer sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Joseph Thaler betrieb in der schwäbischen Gemeinde Ichenhausen eine Kunstmühle. Sie war eine technische Errungenschaft und zerkleinerte bzw. mahlte das Korn – anders als ihre Vorgänger – mit Walzenstühlen und nicht mit Mühlsteinen. Er engagierte sich in der Politik und trat der Liberalen Vereinigung bei. Bei einer Nachwahl im Wahlkreis Günzburg am 21. November 1898, die wegen des Ausscheidens mehrerer Wahlmänner nach der letzten Wahl im Jahre 1893 notwendig geworden war, fungierte er als Stellvertreter des Bürgermeisters Johann Nepomuk Moll als Wahlkommissär.
Am 8. Februar 1899 erhielt er als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Johann Geiger ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thaler, Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | Mühlenbesitzer, Mitglied des Bayerischen Landtags (Liberale Vereinigung) |
| GEBURTSDATUM | 12. April 1845 |
| GEBURTSORT | Ichenhausen |
| STERBEDATUM | 11. Februar 1911 |
| STERBEORT | München |