Joseph Ulbrich

Joseph Ulbrich (* 23. Oktober 1843 in Eger, Böhmen; † 20. August 1910 in Prag) war ein österreichischer Rechtswissenschaftler auf dem Fachgebiet Öffentliches Recht.

Leben

Als Sohn eines Oberfinanzrats geboren, studierte Ulbrich nach dem Besuch des Staatsgymnasiums in der Prager Neustadt Rechtswissenschaften in Prag. Während seines Studiums wurde er 1861 Mitglied der Burschenschaft Carolina Prag. Nach seinem Studium war er zunächst im Justiz- und Verwaltungsdienst Österreich-Ungarns beschäftigt und habilitierte sich 1875 an der noch ungeteilten Karls-Universität. Seit 1879 Extraordinarius, wurde er 1884 Lehrstuhlinhaber an der ausgegliederten deutschen Karl-Ferdinands-Universität. Von 1897 bis 1899 war er zweimal ihr Rektor. Die erste Rektoratsrede am 10. November 1897 befasste sich mit dem Verwaltungsrecht im Rechts- und Culturstaate der Gegenwart. Über das Staatsrecht schrieb er:

„Eine wissenschaftliche Darstellung des Staatsrechtes darf nicht ein trübes Gemenge philosophischer, historischer, statistischer Notizen sein; sie muß vielmehr in strenger Systematik ihren Stoff juristisch behandeln.“

– Joseph Ulrich

Ab 1905 war Ulbrich zudem Mitglied des österreichischen Herrenhauses. Er starb mit 67 Jahren.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ulbrich. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 19: Sternberg–Vector. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1909, S. 878 (Digitalisat. zeno.org).
  2. ↑ Rektoratsreden (HKM)
  3. ↑ Google Books
  4. ↑ Erich Voegelin: Der autoritäre Staat (1936/1997)
Personendaten
NAME Ulbrich, Joseph
ALTERNATIVNAMEN Ulbrich, Josef
KURZBESCHREIBUNG böhmisch-österreichischer Staatsrechtler
GEBURTSDATUM 23. Oktober 1843
GEBURTSORT Eger, Böhmen
STERBEDATUM 20. August 1910
STERBEORT Prag