Joseph von Hirschberger

Joseph Hirschberger, seit 1873 Joseph Ritter von Hirschberger (* 23. März 1809 auf Schloss Kronwinkl, Landkreis Landshut, Niederbayern; † 18. September 1884 auf Schloss Ast) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Joseph von Hirschberger war ein Sohn des Georg Anton Hirschberger (1780–1848), der dem Grafen Joseph von von Preysing als Gerichtswalter diente und die Leitung des Patrimonialgerichts innehatte. Nach dem Abitur, das er mit Auszeichnung bestand, absolvierte er von 1826 an ein Studium der Philosophie und Naturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1830 kam er zum Vorbereitungsdienst zum Landgericht Erding und erwarb von 1833 an Praxis bei der Regierung des Isarkreises, wo er 1835 Ratsakzessist wurde. 1838 wurde er zum Regierungssekretär befördert. Während dieser Zeit war er von 1833 an als Sekretär bei der gräflichen Gräflichen Verwaltung beschäftigt. Im Sommer 1842 bat er um Entlassung aus dem Staatsdienst und löste seinen Vater als Gerichtshalter bei Preysing ab.

Schloss Kronwinkl, Geburtsstätte des Joseph von Hirschberger

1848 war Hirschberger für eine Wahl in die Frankfurter Nationalversammlung vorgesehen. Mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand seiner Eltern lehnte er jedoch ein Mandat ab. Seine Mutter starb 1849.

Von 1849 bis 1855 und von 1859 bis 1869 hatte er ein Mandat für die Abgeordnetenkammer, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns das Parlament bildete. Er wurde gewählt im Wahlbezirk Landshut und war von 1856 an 1. Sekretär des Präsidiums und stand an der Seite der liberalen Politiker Graf Friedrich von Hegnenberg-Dux und Gustav Freiherr von Lerchenfeld. Am 1. Oktober 1851 erwarb er das Schloss Ast und wurde 1852 wegen seiner Verdienste Bürgermeister von Ast.

Schloss Ast im Jahre 1723, Kupferstich

Familie

1843 heiratete er Helena Wimmer und hatte mit ihr drei Kinder. Nur sein Sohn Max, der seine Nachfolge antrat, überlebte ihn.

Mitgliedschaften

  • Historischer Verein von Oberbayern in München
  • 1846 Kreiskommitee des landwirtschaftlichen Vereins Niederbayern und ab 1864 stellvertretender Vorsitzender.
  • Polytechnischer Verein München
  • Provisorisches Landeskomitee zur Errichtung einer Wittelsbacher Landes-Stiftung.

Auszeichnungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern, Band 11. 1865 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern, Band 11. 1865 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Marcellus Stigloher: Joseph Ritter von Hirschberger auf Schloss Ast bei Landshut, Universitätsbuchdruckerei Wolf & Sohn, München 1885 Digitalisat
  4. ↑ Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Bayern. 1875 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Über Land und Meer, Teil 1. 1885 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, Band 7. 1875 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. ↑ Allgemeine Zeitung München. 1880 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. ↑ Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern. 1880 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).