
Judith Boy (* 1969 in Pirmasens) ist eine deutsche bildende Künstlerin.
Judith Boy absolvierte ihr Fachabitur in Kusel und machte eine Ausbildung zur Bekleidungsnäherin in Lauterecken. Anschließend folgten Studien von Modedesign an der Fachhochschule Trier und Kunst an der Europäischen Kunstakademie Trier.
Die Schwerpunkte der Künstlerin liegen hauptsächlich in der Malerei, daneben Objektkunst und damit verbundene Performance. Sie beschäftigt sich mit mittelalterlichen Pflanzenfarben und Färbetechniken sowie Transformation verschiedenster Materialien zu einem Kunstprodukt. Die Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein wichtiges Element der Künstlerin.
Oft werden großformatige industrielle Folien verwendet, die Boy mit gemischten Pigmenten und Fundstücken aus der Natur verbindet. Besonders aus dem Meer werden Netze und vegetale Fasern gefischt, wobei spezielle Objekte und Malerei entstehen.
Seit 1997 ist Judith Boy als freie Künstlerin national wie international mit vielen Ausstellungen und Projekten tätig. Ein wichtiger Wirkungsort ist Sizilien, wo sie auch längere Zeit lebt. Seit 2020 erhielt sie mehrere Stipendien des Landes Rheinland-Pfalz. Eines davon ist das mit über 200 Kunstwerken umfangreiche Projekt "Die Vertreibung aus dem Paradies". Weitere bedeutende geförderte Projekte sind "Preziosen", worin es um Diversität und Integration der Völker geht, sowie "Sacro Fuoco", in der Sizilien mit seiner Magie und Problematik dargestellt wird.
Judith Boy arbeitet in Kunstprojekten und Programmen mit Kindern, Jugendlichen, aber auch mit kranken Menschen. Dafür entwickelte sie bestimmte Arbeitstechniken.
Im Februar 2025 gründete Boy in Kaiserslautern die GEDOK-Galerie Wiesbaden-Mainz im „K in Lautern“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boy, Judith |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche bildende Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1969 |
| GEBURTSORT | Pirmasens |