Jules Adler

Selbstporträt (1929)

Jules Adler (* 8. Juli 1865 in Luxeuil; † 11. Juni 1952 in Nogent-sur-Marne, Île-de-France) war ein französischer Maler. Er wurde „peintre des humbles“ genannt, der „Maler der einfachen Leute“.

Leben

Der Streik in Le Creusot, 1899, Öl auf Leinwand, 302 × 231 cm, Musée des beaux-arts de Pau

Jules Adler wurde am 8. Juli 1865 in Luxeuil geboren. Er studierte an der École des Beaux-Arts in Paris bei William Bouguereau, Tony Robert-Fleury, Aimé Morot und Dagnan-Bouveret und erhielt während seiner Ausbildung mehrere Preise. Adler war Professor an der Ligue de l’Enseignement Moderne und Mitglied der Société des Artistes Français. Zudem gehörte er dem Jurykomitee des Pariser Salons, dem Comité des Prix du Salon et Boursiers de voyage, der Société Franc-Comtoise Les Gaudes sowie dem Kreis der Gründungsmitglieder des Salon d’Automne an.

Jules Adler wurde zum Officier de l’Instruction publique und zum Officier des Nicham-Iftikar ernannt. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem die Medaille dritter Klasse und ein Reisestipendium für das Werk Le Faubourg Saint-Denis im Jahr 1895, die Medaille zweiter Klasse 1898 für Les Joies populaires im Rahmen des Salon des Artistes Français, die Silbermedaille der Weltausstellung Paris 1900, das Ehrendiplom der Exposition Internationale 1937 sowie der Prix Bonnat im Jahr 1938. Nach 1880 arbeitete er zeitweise mit Impressionisten im Creuse-Tal in der Umgebung von Crozant und Gargilesse zusammen, ohne selbst den Impressionisten zugeordnet zu werden. Jules Adler starb 1952.

Werk

Printemps de Paris, Les Communiantes, 1923, Musée Carnavalet, Paris

Jules Adler schuf vorwiegend Landschaften und Straßenszenen aus Paris, Luxeuil, Plombières und der Normandie. Zu seinen wichtigsten Werkgruppen gehören Darstellungen von arbeitenden Menschen – Bauern, Fischer und Industriearbeiter –, die sein ausgeprägtes soziales Engagement zeigen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen La Grève du Creusot (1900), La Descente du Faubourg (1905), La Soupe des Pauvres (1906) und Le 11 Novembre 1918. L’Armistice.

Zahlreiche seiner Arbeiten befinden sich in französischen und internationalen Museen, darunter in Amiens, Avignon, Besançon, Buenos Aires, Budapest, Castres, Cognac, Dijon, Douai, Gray, Langres, Lyon, Mâcon, New York, Paris (Musée d’Art Moderne, Petit Palais und Musée de la Ville), Pau, Reims, Remiremont und Warschau. In Luxeuil-les-Bains gibt es ein aus drei Räumen bestehendes Museum in der Stadtbibliothek.

Literatur

Commons: Jules Adler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 L’espace muséal Jules Adler, peintre des humbles. Luxeuil-les-Bains, Vosges du Sud, abgerufen am 3. September 2026.
  2. 1 2 3 4 Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris 2006.
Personendaten
NAME Adler, Jules
KURZBESCHREIBUNG französischer Maler
GEBURTSDATUM 8. Juli 1865
GEBURTSORT Luxeuil
STERBEDATUM 11. Juni 1952
STERBEORT Nogent-sur-Marne, Île-de-France