Julia Angster (* 9. Januar 1968 in Biberach an der Riß) ist eine deutsche Historikerin.
Von 1987 bis 1994 studierte sie Geschichts- und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen und Oxford (St John’s College). Von 1995 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Assistentin am Seminar für Zeitgeschichte in Tübingen. Nach der Promotion 2000 an der Universität Tübingen mit einer von Anselm Doering-Manteuffel betreuten Arbeit mit dem Thema Konsenskapitalismus und Sozialdemokratie. Die Westernisierung von SPD und DGB war sie 2005/2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am German Historical Institute London. Nach der Habilitation 2008 in Tübingen mit dem Thema Erdbeeren und Piraten. Die Royal Navy und die Ordnung der Welt 1770–1860 vertrat sie von 2008 bis 2010 Lehrstühle in Marburg, an der Humboldt-Universität Berlin und in Mannheim. Von 2010 bis 2012 war sie W3-Professorin für die Geschichte Großbritanniens und Nordamerikas an der Universität Kassel. Seit 2012 ist sie W3-Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim. Sie ist seit 2020 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Angster bearbeitet die Geschichte des modernen Nationalstaats, Europas, Großbritanniens, der transatlantischen Beziehungen mit Blick auf politische und gesellschaftliche Gegebenheiten und Organisationen, vorzugsweise vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Angster, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 9. Januar 1968 |
| GEBURTSORT | Biberach an der Riß |